Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

I. I. H. Bender,

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lungsversprechen wird nicht dem Aussteller, sondern
dem Inhaber geleistet, dieser und dev Acceptant schließen
unter sich den ÄcccptationsBertrag ab, der offenbar das
Fundament jenes Zahlungsversprechens und ein eigentlicher
Wechselvertrag ist, weshalb denn auch z. B. die Be-
dingungen des Accepts vom Willen dieser beiden Per-
sonen abhangen 4). Wollte man einwenden, der Aussteller
habe ja doch jetzt den Wechsel wieder in Händen, also den
deutlichsten Beweis, daß der Acceptant den von ihm ge-
hegten Erwartungen nicht entsprochen; so würde darin
bloß ein Scheingrund liegen, denn nur das Rechtsver-
haltniß des Inhabers zum Acceptanten.gehet aus dem
Accepte hervor, aber der Aussteller kann nie daraus Wech-
selrechte gegen den Acceptanten herleiten wollen; es hangt
ja allemal von dem reinen Willen des Bezogenen ab, ob
er der Aufforderung des Ausstellers, zu acceptsren, d. h.
mit dem Inhaber zu schließen, folgen wolle, und thut
er es, so erscheint das Accept und die darauf folgende Zah-
lung im Lcrhaltniß zum Aussteller als einfache Erfüllung
einer ganz gewöhnlichen Aufforderung, an der nirgends
eine Wechsel rechtliche Natur zu entdecken ist. Man
sollte daher von diesem durchaus irrigen, dem Geiste des
Wechselrechts Fesseln anlegenden Glauben zurückkommen
und einsehen lernen, daß der Aussteller in unserem Falle
bloß eine gemeine Klage gegen den Acceptanten, der
nicht laut Accept zahlte, besitze, gerichtet auf Ersatz aller
RegreßKosten (BriefPorti, Protestspesen, Sensarie, Provi.
sion, höheren Cours des Rückwechsels u. s. w.) und der
Zinsen der Deckung seit dem Tage ihrer Anschaffung, von
4) Handeier. >l. §. ZZg, 342.

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