Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

520 xxr, Busch, über das Recht
sey; sondern sie verordnen-bloß: daß, wenn der Geber
jenen hatte, oder, was gleichviel bedeutet, wenn er
xskeriw affeci», pietatis respectu, oder amicitia pa-
terna ductus die Alimente bestritten hat, diese nicht
zurückgefordert werden sollen. Die Beantwortung der
Frage aber; unter welchen Umständen auf jene Trieb-
federn geschloffen werden könne, überlassen.sie mit
Recht-dem krichterkichen Ermessen, weil hiebei, wie
Paulus treffend bemerkt, alles auf die besonder»
Umstände in facte ankommt.
. Ebensowenig steht die L. »5. §. 7. D. (XL 7.) un-
serer Ansicht entgegen; vielmehr unterstützt sie dieselbe
augenscheinlich; denn nur dann kann für die Beerdi-
gungskosten keine Erstattung gefordert werden, wenn
sie Pietatis gratia bestritten worden sind» Auch hier
soll der Richter vor allen darauf sehen, in welcher Ab-
sicht jene Kosten ausgelegt worden sind, ob Animo do-
pandi oder repetendi; denn wenn auch die Beerdigung
aus Mitleid und damit der Leichnam nicht unbeerdigt
bleibe, besorgt worden wäre; so folgt daraus noch'
picht, daß der Beerdigende die Beerdigung auf seine
Kosten unternommen habe, guis smm sine pietate
alienuni padayer funerat? Alles beruht daher auch
hier auf de? richterlichen Ueberzeugung von dem Vor«
handenseyn des Animus donandi oder repetendi.
Sind die Gründe für dm letztem starker, als die,
welche für jenen sprechen, ,0 muß der Beklagte verur-
theilt werden, Bloß dieses wollen die Worte sagen;
Quodsi judici liqueat, no» debet eum, qui conyeni-

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