Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

488 XX. Eniminghauö,
Die Uebernahme des CommandoS für Gotha,
^welche ihm selbst sehr angenehm seyn mußte, weil er
sonst unter einem andern von Gotha ernannten Chef
hätte dienen müssen, kostete ihm also keine der Auf-
opferungen, welche sonst einem Staatsdiener sein Amt
auf Lebenszeit sichern, er hat keine besondere Vorberei-
tungen nöthig gehabt, und opferte weder seine Weimar-
scheu Dienste noch irgend ein anderes Einkommen.
Mit Unrecht beruft er sich auf die Gefahren, welche
freilich ein Krieger übernimmt. Denn in Weimarschen
Diensten angestellt, würde er doch seines Herren Trup-
pen haben führen müssen, und zwar ohne den Gothai-
schen Auftrag unter einem von Gotha ernannten
Obristen. '
b) Cr war also in keinem andern Verhaltnkß zu
Gotha, als in dem eines ausländischen Mandatars.
Und da er keinerlei Amtsanstellung von der Gothaischen
Regierung hatte; so paßt auch das gar nicht auf ihn,
was er von der Erklärung einer Anstellung wider den
Fürsten redet, als den, qui clarius loqui potuisset.
Ein Commifsar, als bloßer Mandatar, aber der zu ei-
nem Geschäft von unbestimmter Dauer angestellt ist, und
also nicht auf eine bestimmte Zeit, kann in jedem Au-
genblick feines Geschäfts entlediget werden.
c) Außerdem aber wird es überall in Europa und
namentlich in Deutschland mit Verabschiedung der
Soldaten ganz anders gehalten , als mit der der Civil-
Beamtem Ueberall werden, nach Friedensschlüssen beson-
ders, die Höhern reducirt, und oft sind solche Re«
ductionen auch sonst vorgenommen worden, ohne daß

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