Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

48-2 XX. Emminghaus,
denken können und sollen, insbesondre, daß man den
Fall, wo die Vereinigung der beiderseitigen Truppen
in ein Regiment nicht mehr Statt finden dürfte, anzu-
führen unterlassen hat; denn eben weil man nichts in
dieser Beziehung Näheres bestimmte, bleibt es bei der
Regel, daß wenn der Staat die Dienste eines Indivi-
duums auch nicht mehr braucht, oder brauchen will,
er doch demselben die unbeschrankt zugestcherten Leistun-.
gen fortmachen muß. Es könnte nur noch etwas da-
von abhangen, daß Gotha behauptet, die Dienste
nicht mehr brauchen zu können, weil eine andre Dr-
ganisation der Deutschen MilitairVcrhältnisse die Tren-
nung der beiderseitigen Contingente mit sich bringt.
Allein auch hierauf kommt nichts an, denn einerseits
muß angenommen werden, daß diese Trennung mit
Willen der Gothaischen Regierung erfolgt ist, und so
hat sich diese alle Folgen derselben selbst zuzuschreiben,
oder sollte auch andrerseits eine höhere Macht der
Majorität der Stimmen Gotha gebunden haben; so ist
das Berhältniß dann ein Zufall, der Gotha trifft, und
daher der Person des Klägers nicht nachtheilig seyn
kann: L. 33. pr. D. loc. Wenn von Gothaischer
Seite insbesondre behauptet wird:
1) der Vertrag mit dem Kläger sey dadurch auf-
gehoben, daß er nur als Appendix eines andern Ver-
trags , der unbezweifelt aufgelöst sey, zu betrachten
wäre, und
2) der Vertrag mit dem Klager sey auch deßhalb
aufgelöst, weil Eingehung und Aufhebung von der Ab-
sicht der Contrahenten abhängig seyen, und die Absicht

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