Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

438 XVIII. Ucber die Einrede d. Excussion wider eine
■ Einsender verzichtet auf alle Competenz - diese gründ-
liche Ausführung im Ganzen und in allen ihren Thei-
len zu beurtheilen; er räumt gern ein, daß vielleicht
das Erkenntniß selbst vollkommen richtig seyn mag, in-
> dessen kann er bezüglich auf einige Punkte der Gründe
folgende Zweifel nicht unterdrücken:
• ») Sollte der schlichte Sinn sich dabei beruhigen
können, daß die Frage: Unter welchen Voraussetzungen
darf ich mein Recht gegen einen Dritten jetzt in An-
spruch nehmen? als zum ProcessualRechte gehörend
behandelt wird? Dürfte man nicht mit demselben Fuge,
wie unsere Sententionanten, die gesammten Lehren:
Quando dies veniat, aus dem materiellen Rechte ver-
weisen ?
2) Ist die Statthaftigkeit der Exc. excussionis
des Specialhypothekdetinenten nicht im gemeinen Recht,
wenigstens unter den Praktikern, dergestalt controvers,
daß der für zweifelhafte Fälle Rückanwendung des Land-
rechts anordnende Paragraph IV. des Publicationspa-
tents für Erfurt, von »8o3 (gleichlautend mit §. IX.
des Patents d. d. Berlin den 5. Febr. 17g4) hier be-
folgt werden muß?
3) Findet wirklich ein so inniger Zusammenhang
zwischen der Organisation des HypothekenBuchwesens
und der RechtsThcorie über Pfandbefugnisse Statt, daß
der Richter, solange die Verwaltung jenes nicht fordert-
das gleichwohl als sofort anwendbar unbedingt promul-
girte Gesetz zur Seite stellen dürfte?
4) Der §. 78. des R.D.Schlusses ist augenschein-
lich bloß nähere Anwendung des §. 77.- der „Beruhi-

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