Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

-Ly XVIll. Ueber die Einrede d. Excussion wider eine
sitz eines'Dritt en gekommen ist, voraussetzt, und eben
darum einen von der Entstehung des Pfandrechts selbst
völlig getrennten Ursprung hat,, sondern hienächst sich
auch erst auf den Fehler in Abfassung der hypothecari-
schen Klage gründet, daß dieselbe sogleich und ohne den
Hauptschuldner in Anspruch genommen zu haben, ge-
gen den dritten Besitzer erhoben ist, während der
Klagerbei Anbringung einer solchen Klage
den Gesetzen nach verbunden ist, seine Befriedigung
zuerst wider den Hauptschuldner gerichtlich zu verfol-
gen. Offenbar wird also durch die^»o. orcUnls ein Feh-
ler des Klägers in Ansehung der Einleitung des
Rechtsstreits, und zwar nicht von richterlichem Amts-
wegen*), sondern lediglich durch eine Ausflucht des
Beklagten — welche auch unbenutzt bleiben kann — ge-
rügt. Es läßt sich daher umso weniger dieser in An-
sehung seiner Begehung und Rüge bloß zufällige Fehler
zu den Beschränkungen des hypothekarischen Rechts
selbst zählen, je zufälliger es auch ist, daß der Gegen-
stand der Hypothek nicht in den Händen des Haupt-
schuldners fortwährend blieb, sondern nach bestellter
Hypothek von einem Dritten erworben und besessen
wird, was vielleicht bei der Mehrzahl der Falle hypo-
thecarischer Ansprüche gar nicht in Frage kommt. Eben
darum kann dieses reine Accidens auch nur alsdann
in Betracht kommen, wenn in dem einzelnen Falle,
worin es sich ereignet hat, der Gläubiger demnächst ge-
nöthigt ist, gerichtliche Hülfe zu seiner Befriedigung
zu suchen; denn außer solchem Falle ist der Besitz dcS drit-
*) Wernher, ob». t. 11. F. 9. ob». 212. Hoinmel»
RHapi. p. 627. n. 3.

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