Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

zur Bestellung von Personalcuratele». 425
„de regulis juris: ' '
„Qui cum alio contrahit, rei est, vel debet esse
„non ignarus conditionis ejus”
„auf den Kläger nicht anwcnden. Denn die Zumuthung,
„die besonderen persönlichen Verhältnisse desjenigen,
.„mit welchem man contrahirt, zu kennen', ist begreif--
„licherweise durch die Voraussetzung bedingt, daß
„man hinreichenden Grund habe, in Hinsicht jener Ver-
hältnisse .etwas Besonderes zu vermuthen, und dadurch
„Veranlassung erhalte,, nähere Erkundigungen einzu-
„ziehen.
conk. L. 3 pr. de Scto Macedoniano.
„Vorauszusetzen aber, daß ein Großjähriger, wel-
„cher weder wahnsinnig, noch blödsinnig, noch pro-
digus, noch endlich krank oder gebrechlich ist, unfähig
„sey, für sich allein zu handeln, dazu ist im Allgemei-
„nen gewiß nie Veranlassung vorhanden, und daß sie
„hier grade durch besondere Umstände sey gegeben wor-
„den, erhellet aus den Acten nicht. — Mithin kann
„dem Kläger aus seiner Unbekanntschaft mit der ange-
„ordneten Curatel kein Vorwurf gemacht werden. Wohl
„aber mußte der Beklagte diese Unbekanntschaft als mög-
„lich, ja sogar als wahrscheinlich voraussetzen, theils
,,im Allgemeinen wegen des Ungewöhnlichen einer Cu-
„ratel, wie diejenige war, unter welcher er sich befand,
„theils insbesondere deßhalb, weil der Kläger, bekannt
„mit der Curatel, sicher Anstand genommen hätte, .
„sich mit dem Beklagten allein einzulassen. Der Be-
„klagte war daher verpflichtet, den Kläger von der an-
„geordneten Curatel in Kenntniß zu setzen, ihn zu war-
„nen; und indem er dieß unterließ, machte er sich ei-

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