Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 2 (1830))

von den stillen Gesellschaften. Agr
bei Auflösung der Gesellschaft; denn die Annahme- daß
ein anderes Verfahren gegen den Commanditisten zuläs-
sig sey, würde den bisherigen Grundsätzen direct wider-
sprechen. Die Gesellschaft ist zu dieser jährlichen Abgabe
allein schon dadurch verbunden, daß die Bilanz das Da-
scyn reellen Gewinnes beurkundet und auch von diesem
Momente an die Debitrix des stillen Gefährten, welcher
seine Verpflichtung bereits erfüllt hatte. Gleich bei.
dem Empfange und durch denselben erlangt ferner der
Commanditist das Recht, über seine Quote, wie über
jeden andern Bestandtheil seines Vermögens , frei zu
disponircn. Wollte inan behaupten, er müsse dieselbe
bis Ausgang der Societät unangetastet lassen und stets
zum Wiedereinschufse bereit halten, — die Dividende
wäre nur ein Scheingeschäft, folglich besser ganz
unterblieben.
Oder wollte man gar, wie P ö h l s, annehmen, das Ein-
geschossene sey mit seinem Zuwachse ein integrirender
Bestandtheil des SocictätsVermögens, der stille Com-
pagnon müßte wahrlich bei Verlustfällen, oder so oft
die Compagnie Geld braucht, nebst dem Capitale con-
sequenter Weise auch dessen Zinsen wieder einlegen,
denn diese sind ja nur ein Zuwachs des Zuwachses, ge-
hören also auch zu der Hauptsache. Dieß kann nun
aber nicht der Sinn des Instituts scyn; aus seinem
Ursprünge leuchtet wenigstens eine ganz andere Tendenz
hervor. Der Commanditist — ich wiederhole es — darf
nicht als Socius behandelt werden. Er hat sich kcines-
- weges mit dem Handclshause verbunden, um, solange
dieses best'eht> an dessen Glück und Mißgeschick
fortwährend zu participiren. Sein Geschäft ist nur ein

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