Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

von den stillen Gesellschaften. 38/
Fast ebenso ungegründet ist auch meines Erach-
tens die Rücksicht darauf, ob der Commanditist seine
Abschlüsse bona oder mala fide bezogen habe; denn
hier handelt es sich um die Rechrlichkeit des Ucberganges
der gewonnenen Summe aus dem Socictäts- in daS
PrivatVermögen, ohne daß irgend Etwas davon ab-
hinge, in welchem Glauben der stille Gesellschafter jene
Summen eingestrichen habe; das Berhältniß ist rein
objcctiv *). Höchstens könnte dieß bei einem Berjäh-
rungsfalle in Anschlag kommen.
Sonderbar ist es ferner, daß in seinem obcnge-
dachten, dem Resultate nach richtigen Urtheile der
Französische CassationsHvf auf den Umstand einiges Ge-
wicht legen konnte,' daß der bezogene Gewinn, wenn
er wieder eingefordert -würde, möglicherweise schon
langst consumirt seyn könnte. Ein solches Motiv mag
den Gesetzgeber leiten, nicht aber den Richter, da die
RechtsPolitik, welcher dasselbe entnommen ist, Letz-
term nothwendig fremd seyn muß. Denn, gesetzt ein
Commanditist sey überhaupt zur Rückgabe verbunden,
er bleibt es auch fortwährend und zwar solange kein
rechtlicher Befreiungsgrund eintritt.
Das Meiste mag noch in den Augen eines Man-
chen die Bincens'sche Meinung für sich haben, so-
fern Letzterer aus der Unzuverläßigkcit der Bilanz
die Unmöglichkeit einer periodischen Angabe und Abgabe
des Gewinnes herleitet. Ich will selbst gern glau-
Daß hier die Römischen Grundsätze über den Fruchterwerb
durch den bonas fidei poiseisor nicht passen, leuchtet
wohl von selbst ein.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer