Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

330 X. Carl August Weiske,
Tiefe des Ufers, der Eigenthümer den Leinpfad auf
die hinter dem Hause liegende Höhe verlegen wollte),
nicht gestattet, wahrend solche das gemeine Recht nicht
ausdrücklich verbietet.

f. .-TO.
Die Verfügungen des gemeinen Rechts über den Lein-
pfad und sonstige aus dem Wesen des Stroms hervorge-
hende Uferbenutzung, beschranken sich nicht auf gewisse, ,
namhafte, Flüsse, sondern sind allgemeinen Inhalts. Alle'
diejenigen Flüsse also, auf denen Transporte mit Sicher-.
heiNauSzuführcn, nehmen die Trödelbahn in Anspruch.
Aus der Geschichte der Sächsischen Statistik ist bekannt,
daß man vor mehreren Jahren begonnen hatte, die Unstrut
schiffbar zu machen; hieraus erhellet von selbst, daß an
diesem Fluß nothwendig der Leinpfad eintreten mußte.
Aber auch die Mulde und Elster, da sie für öffentliche
Flüsse x) erklärt sind, dürften hievon nicht auszunehmen
seyn: eignen sie sich schon zu Handelsschifffahrt nicht, so
werden doch z. B. Transporte der Früchte rc. von Decono-
men und Landleuten auf ihnen in Kähnen ausgeführt, und
der Gebrauch des Leinseiles dürfte dann umso unbilliger
zu verweigern seyn, als jene Flüsse an mehreren Stellen
durch gebirgige Gegenden führen, der Transport zu Was-
ser also vom grössten Vortheil ist. Aber selbst, auf
die übrigen vaterländischen Flüsse xb) möchte, sofern sie
i) Befehl v. 7. Octbr. igoo. (II. Fortsetz. d. Cod, Aug. Saxon.
II. Bd. S. Zyz.). '
ib) Die angezogene Sächsische Elbufer- - und Dammordnung v-
7. Aug. iZiy- (welche §. 12. den Leincnpfad vorschreibt) ver-
fügt §. 14. am Schluß (S. 2t6. der Gesetzsamml. v. Igiy.)

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