Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

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I. I. H. Bender,
§. 30.
Schluß.
Die Wechselnd. von 1739 T) scheint den Eintritt einer
Intervention zum Accept nicht in den Willen des Inha-
bers, sondern des sich dazu erbietenden Dritten zu stel-
len, verbis: „da aber ein tertius den Wechselbrief per
honore di lettera ö del giro sopra protesto accepti-
ren wollte, dem soll alsdann der Protest zu seinem Be-
huf zugestellt werden"; der Entwurf aber spricht eine
Verpflichtung des Inhabers zu deren Anerkennung bloß
dann aus, wenn der Bezogene selbst interveniren will.
Diese Limitation hat für sich, daß es dem Inhaber ziem-
lich einerlei seyn mag, wie der Bezogene ihn befriedige,
wenn dieß nur geschieht. Im Uebrigen entspricht es der
Theorie, zur Annahme der AcceptZintervention keine regel-
mäßige Verpflichtung auzuerkennen, sondern nur die An-
nahme der ZahlungsZntervention zu gebieten, inwie-
weit freilich die Deutschen Wechselgesetze nicht selten wesent-
lich von auswärtigen abweichen *). Intervention zum Ac-
cepte braucht der Inhaber (von einem Dritten) gewiß nur
Ausnahmsweise zu genehmigen, nämlich wenn der Dritte
sogleich zahlen will, oder für Zahlung wenigstens
hinreichende Sicherheit leistet oder den Betrag
sicher deponirt, und wenn der Inhaber bloß Procurist
ist, sofern der Intervenient ihm eine darauf lautende be-
sondre Ordre des ProcuraGebers vorzeigen kann.
1) 3m §. 15.
s) Handelsr. II, §. 377,

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