Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 2 (1830))

282 IX. Stöckharbt, über bltt Unterschied
fidei fnptae gratia de dolo possit actio ex-
erceri.”
Ebenso heißt es in h. 4. C. eod. ausdrücklich:
- „si fidem placiti rümpat, desiderare debes de
dolo tibi decerni actionem.’’
Auch in L. 5. C. eod. wird bona fides im Gegensatz
des Civildolus erwähnt, und in L. 35. pr. D. locati
cond. (XIX, 2.) stellt A f r i c a n u s ausdrücklich die Fraus
der bona fides gegenüber, welche Stelle auch Mühlen-
bruch» vol. I. tz. 406. anführt, um zu belegen, daß „con-
trarium bonae fidei nomen'' dem Dolus entgegengesetzt
werde. Noch klarer sagt Paulus in L. 3. §. Z. §. I).
pro socio (XVII, 2.)r
„ Fides bona contraria est fraudi et dolo.”
Dieses Entgegenstrhen findet aber so Statt/ daß theils der,
welcher dolose verfährt, selbst contra fidem handelt (L.
4. C. cit. „fidem rumpat”), theils aber der, gegen wel-
chen der Dolus verübt wird, sich in der entgegengesetzten
bona fides befindet (L. 1. 5 C. eod. L. 35. pr. D.
loc. cond.). Erstens ist immer nöthig, Letzteres findet in der
Regel Statt (Man vgl. auch L. 1. D, de dolo m.
„ Malitia — simplicitas.").
Die andre Beziehung des Dolus civ. zur Fides ist
die stete Verbindung, in welcher derselbe mit mala üdes
(3cientia dominii alieni) steht. Wer den Andern be-
vorthesten, um sein Eigenthum durch einen Rechtshandel
bringen will, muß natürlich wissen, daß er sich fremdes,
ihm nicht gebührendes Eigenthum aneignet. Alle oben an-
geführte Stellen zeigen diese enge Verbindung aufs Deut-
lichste, besonders L. 35. pr. D. loc. cond. Ja zuweilen
ist Dolus civ. selbst nichts weiter als mala Udos, so

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