Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

278 IX. Slöckhardr, über den Unterschied
§. 3. D. pro 80l!i». (XVII, 2.), L. 5. §. 2. 3. D, de
auctor, et consens. tutor, (XXVI, 8.), Betraf aber
der Dolus nur eine Nebenbestimmung; so konnte man auf
Schadensersatz klagen ( L. 7. pr. D, cit. D. 13. §. 4.
D. de action. erot. et vend. (XIX, 1.), Diese Lehren
haken (außer dem rein Rationalen) noch heut zu Tage
ihreGeltung (S.Mühlenbruch und Thibaut,a. a. O.).
Ganz anders verhält es sich mit den Folgen des Eri«
m'naldoluS, Das einmal begangene Verbrechen (wenn
auch zuweilen rin Theil seines äußerlichen Nachtheils)
kann nie ungeschehen gemacht werden; es gleicht hierin der
Zeit, von der es heißt: „fugit irreparabile tempus.”
7) Dolus piv. ist fermr theils dans csnsam
negotio, d. h. Hauptveranlaffung zu dem ganzen Ge-
schäfte oder doch zu einem unerläßlichen Momente desselben,
thejls bloß invidens, d. h. nur hinsichtlich einer arces-
sorischen, nicht essentiellen Nehenbestimmung des Rcchtsge»
schästes begangen. Diese Einthei'lung, über welche bereits
Noodt sprach und Nettelbladt, Halae 1714, eine
Dissertation schrieb, wird noch von den Ineusten Theoreti-
kern als in den Gesetzen gegründet anerkannt. Und in der
That gibt D. 7. pr. D. de dolo m. und L. 13. §. 4.
D. de act. emt, et Tend. die verschiedenen Wirkungen
dieser beiden Arten des Civildolus an (Man vgl. Müh-
lenbruch, 1. 1 vol. III. §. 604. Thibaut, a. a. O.).
-Dolus vrirn. hingegen ist nie bloß jncident, son-
dern immer Causam dans delicto, um uns dieses Aus-
drucks zu bedienen. Der „bösliche Borsatz", wie die P.»
GD. ihn nennt, ist ja eben der Vorsatz das Verbrechen
zu begehen; das Verbrechen aber ist ja stets das principa-
le in seinem ganzen Umfange. Also sann von einem Wo»'

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