Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

t)fij Dojus civilis vom. Polus ct'iumialis, 275
hesteht doch nicht darin sein Dolus, sondern lediglich in
dem bewußten Unterdrücken der Scheu vor der Heiligkeit
des öffentlichen Eigenthums, wodurch btc' freie Absicht der
Eigenthumssicherheit der Bürger verderblich zu werden aus-
gesprochen wird- Der Bortheil hleibt also auch hier hin-
sichtlich des Dolus Nebensache.
4) Sodann setzt Dolus clV- durchgängig einen Obli-
gationsnerus zwischen den zwei betreffenden Personen
voraus, Dolus crim. hingegen wird außer allem obli-
gatorischen Berhastniß an ganz unabhängigen Subjeclen
perübt,
Paplus sagt in ch,. 1. §. A. p, cho dpii mali et
met. esfcept. (XDIV, 4.);
„Et qujdsm dolo fit tam iu contractibus, quaip
in testamentis, quam in legibus”,
Ueberast sind obligatorische Perhältnisse, beim Vertragsrech-
te , bei den Testamenten, bei desi Gesetzen, welche bin*
terlistig umgangen werden, vorhanden, Zeder Dolus civ.
setzt, wie wir bereits oben sahen, ein Negotium juris vor-
aus , und schon hierin siegt das gegenseitige Verhaltniß
zweier rechtsverbundenen Personen; daher die Emtheilung;
Dolus dan$ causam negotio und Dpi, incidens
(Mühlenbruch und Thibaut, a, a. H,). Daher ferner
sprechen die Systematiker (Haubold, Doctr, Pand,
lineam. Lips. 1820, §. 93. 685. 1032, T h > baut, 148.
Mühlenbruch, vol. Hs. §. 604,), jq selbst die Quellen
über die Lehre vom Dolus bei der Lehre von den Conven-
tionen. Daher endlich kommt es, daß dem Dolus überall
ein Error auf der andern Seite entspricht, ohne welchen
jener gar nicht ausgeführt werden kann (Vgl. E>, 17. pr,
D. de doli maii et met. expept.), ßH ist dieß eben

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