Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 2 (1830))

248 VIII. Kämmerer, üb. das Recht des Vaters,
2) Soviel aber die dem Imploranten zuerkannte
Verpflichtung, für die drei .ersten Jahre des Lebensalters
des Kindes die AlimentenKosten baar an die Jmploratin
zu bezahlen, anbetrifft; so kann der Umstand, daß der Be-
scheid vom 4. Octb. 1826 für die Jmploratin rechtskräf-
tig geworden ist, keinen weitern Vortheil ihm gewähren, als
daß er mit dem vierten Lebensjahre deS Kindes die Aus-
lieferung desselben zur eignen Alimentation begehren mag;
auf die drei ersten Jahre hat dieses aber nicht den mindeste«
Einfluß. Denn hat er gleich den obgedachten Bescheid durch
eingelegte Appellation und Restitution zu seinem Theile sus-
pendirt, und sollte also jener nicht zur Ausführung kom-
men; so würde davon doch immer die nothwendige.Folge
seyn, daß auf das erste, ihm noch viel nachtheiligere Er-
kenntniß vom i. Juli '1824 recurrirt werden müßte. Aus
diesem allen folgt nothwendig, daß in dem Erkenntnisse der
Großherzoglichen Zustizcanzley vom 14. Januar 1827, wo-
durch der amtsgerichtliche Bescheid vom 4. October 1826
rein bestätigt und der Implorant mit seiner damaligen Ap-
pellation ab- und zur Ruhe verwiesen wurde, nicht die ge-
ringste Beschwerde für ihn enthalten ist, und daß mithin
eine Bestätigung jenes Erkenntnisses in Ilestitutvrio
nicht ausbleiben konnte.
III, Unter diesen Umständen bedarf es auch rücksichtlich
des letzten Theils unseres ConsirmatorUrtheils, worin wir
dem Imploranten die Erstattung aller der Jmploratin durch
sein ergriffenes Rechtsmittel verursachten Kosten aufgelegt
haben, keiner weiteren Rechtfertigung, und wird sich nun-
mchro u. s. w. Rostock, im Juli i828.

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