Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

.. daS uneheliche Kind bei sich zu ernähren., 227
aber in , dem zur Frage .stehenden Fall insbesondere die,
Pflicht, das durch sein Vergehen ins Leben gerufene Kind
zu alimcntiren.
Unter dieser Voraussetzung ist denn hinzuzufügen, daß.
das Römische Recht.den feststehenden Grundsatz, der^ bei
Erö.rterung'der vorliegenden Frage unbegreif-
licherweise von den Rechtslehrern ganz aus,,
den Augen gesetzt worden ist, aufgestellt hat:.Aus
einer widerrechtlichen verbotenen Handlung könne der Ur-
heber durchaus keine Rechte herleiten 3 *); daher ihm weder
eine Klage daraus anzustellen, noch auch, falls er etwa auf
Erfüllung der aus dem Vergehen entstehenden Verbindlich-
keit belangt werden möchte, eine Einrede zu gebrauchen
freistehe 3S). . ,, . .. .
Wie sollte es demnach unter.diesen. Umstanden dem
Vater rechtlich nachgelassen rverden können, sich der Einre-
de: Er wolle das Kind selbst ernähren!—>. zu bedienen, um .
dadurch.dasselbe der Mutter, wider deren Willen, zu entzie-
hen und sich von seiner Pflicht, ihr die AlimentativnsKosten
dafür zu entrichten, einseitig zu entbinden? Offenbar wür-,
de er auf diese Weise, die ihm zur Strafe obliegende Alimen-
tation zu einem Stützpunkte gebrauchen, um ein gar nicht,
eristirendes Recht geltend'zu machen: da doch, wie gezeigt,
die Gesetze ihm nur Verbindlichkeiten auflegcn. ^
Selbst ein für den Stuprator, im Mrhaltniß zur'
Mutter, etwa sprechender Billigkeitsgrund laßt sich hier.
34) Vgl. Fr. 17. pr. in Hu. D» de noxaf act. ( f X, 4.), Fr. 10*
§. 1. D. S0U1L. matiim. (XXIV,3,), Fr. 134* §. 1*D, de
K* 3. ( L, 17»). Ja c. C Hvmpn, Biss, ad -regulam : • frustra
iuvocal lagern qui contra legem rommiltU. Rüstocli, 1731. 4*
35) 0* P et. F a b er in ’ C/nument. ad Fr» 134. §. 1. D. de
Reg» Jur* p# 501 — 5Ö4,J

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