Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

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das uneheliche Kind bei sich zu ernähren. 219
tur, neque alendus a parentibus l8).
Not. 4. 5. Glück, a. a. O. §. 133. Not. 36. S. 490.
491.), diese also mit jenen auf gleicher Stufe stehen, und da-
her, wenigstens der Regel nach, für sie dieselben Rechte ekn-
treten müssen; b) weil hier ein Schluß a majore ad minus
unbedenklich seine Anwendung findet. Da nämlich nach der No-
velle sogar Kinder aus einem Beischlaf, wobei bicJ Form der
Ehe beobachtet worden ist, keine Alimente haben sollen; so ist
daraus mit Recht die Folgerung zu ziehen, daß ein Gleiches
überhaupt bei den aus jedem andern widerrechtlichen Beischlaf
gebornen Kiedern Statt finden, müsse. Läge nämlich demselben
ein Jncest oder Ehebruch zum Grunde; so kann daran umso-
weniger gezweifelt werden, als in einem solchen Fall nach den
Gesetzen (vgl. Fr* 38. §. 1. D. ad L. Jul. de adult*
[XLVIII, 5.], Fr. 0. de quaest. [XLVIII, 18.], Wachter's
Lehrb. des Strafrechts, 33.11. §. 237. Not. 76.S.Z63.)
sogar ein duplex crimen begangen worden wäre. Allein nach
den Grundsätzen der Analogie muß dieselbe Vorschrift auch bei
Kindern aus einem einfachen Smprum eintreten; denn bei dem
unter beobachteter Form der Ehe vollzogenen Beischlaf erscheint
Der Vater doch immer, wenigstens factisch, als gewiß, was
aber beim einfachen Stuprum nicht immer der Fall ist. Können
also Kinder dort keine Alimente prätendiren; so darf natürlich
eine AlimentationsPflicht hier noch^ viel weniger angenommen
werden.
18) Nach diesen Worten scheint es, als sollten dergleichen Kinder
auch nicht einmal von der Mutter Alimente erhalten. Daß
aber eine solche Auslegung eine wahre Absurdität enthalten
würde, fallt wohl in die Augen. Daher denn verschiedene Ver^
suche gemacht worden sind, den eigentlichen Sinn, jener Wort.'
auszumitteln. S. Wissenbach, Comm. in Codicem ad
Auth. Ex complexibus. C. de incest. nupt, (V, 5.) Und
Glück, a. a. £). §. 137. Eine höchst schlechte, bei vorstehenden
^' Rechtslehrern nicht erwähnte Beseitigung der gedachten Novelle

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