Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

. das uneheliche Kind bei sich zu ernähren. 217
feyn, wie ebenfalls eine andere Stelle *3) zu erkennen
gibt: dennoch trat eine MmentationsPflicht für den Water
nicht ein, sondern nur für die Mutter und den mütterlichen
Großvater I4), indem bei diesen, wegen deren gesetzlichen
Gewißheit, dasselbe Werhältniß, welches zwischen dem Wa-
ter und dessen ehelichen Kindern Statt findet, angenommen
wurde IS).
Die bisher worgetragenen rechtlichen Grundsätze hat
nun der Kaiser Justini an nicht nur durch Aufnahme der
davon handelnden Stellen in seine Gesetzsammlung gebil-
ligt, sondern wir besitzen auch eine von ihm selber herrüh-
rende Werordnung 16), roimn ausdrücklich vorgeschricbcn ist,
daß Kinder ex complexibus damnatis keine Alimente vom
Water erhalten sollen. Seine Worte sind nach der Wulgata:
Omnis, qui ex complexibus (non enim hoc voca-
mus nuptias) aut nefariis aut incestis aut dauiua-
13) Sn Fr. 23. D. de slatu hom. (l. 5.). S. oben Not g.
14) Fr. 5. §. 4. 5. v. de agn. et al. lib. (XXV, 3.). In die-
sen Stellen heißt es: Ergo et matrem cogemus, praesertim
■vulgo quaesitos liberos alere $ uec non ipsos eam« — Item
Divus Pius significat» quasi avus quoque maternus alere
/ compellatur.
15) Daher sagt auch Ulpian in Fr. 2. §. 1. D. ad SC« Tcr-
tjll, (XXXVIII, 17 ) in Beziehung auf die Mutter: Filium
autem vel filiam accipere debemus, sive juste sint procreati
vel vulgo quaesiti - idque in vulgo quaesitis et Julianus libro
LIX. Disgesiumm scripsit. Wgl. G1Ü ck' ö Commentar,
W. XXV1JJ. J, 1289. S. 214. und dessen Lehre von der
JnrestarErbfolge §. 133. S- 520. 521.
16) In der Nov. 89. Cap. uit. pr.

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