Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

das uneheliche Kind bei sich zu ernähren. 203
Beklagter wird verbunden erkannt, die Wochenbettskosten
mit 6 Rthlr., außerdem Prediger-, Küster- und Hebam-
men - Gebühren mit 4 Rthlr. 5 ßl. binnen 8 Tagen,
JLiquidatione salva, zu bezahlen, und außerdem der
Klägerin für die Alimentation des Kindes im i sten
Jahre 16 Rthlr.; im 2ten, Zten und 4ten Jahre jährlich
IO Rthlr.; im Zten, 6ten, 7ten und 8ten Jahre jährlich
8 Rthlr.; im yten bis zum l3ten Jahre jährlich 6Rthlr.;
im I4ten, bis es ad sacra gekommen, jährlich 4 Rthlr.
zu zahlen, und außerdem die Kosten dieses Processes zu
tragen.
Dieser Bescheid tritt in Rechtskraft, und der Vater der
Klägerin trägt nun auf Erecution gegen den Beklagten an.
Unter dem Listen Juni 1825 läßt jedoch der Vater des
Beklagten, derAltentheiler Guß mar zu M irow, Folgen-
des gerichtlich registriren: Sein Sohn vermöge nicht das
jährliche Alimentationsquantum aufzubringen. Dieß habe
denn sein Vaterherz erweicht, er habe seinem Sohn den
Fehltritt verziehen, und wolle er das Kind der Kruse zu
sich nehmen, da auch seine Frau mit ihm gleich gesonnen sey.
In dem wegen dieses Antrages am iZten Juli 1825
abgehaltenen gerichtlichen Termine widerspricht die Klägerin
dem ebengedachten Verlangen; denn der Beklagte sey ein-
mal zur Geldzahlung verurtbeilt. und müsse es dabei sein
Bewenden behalten. Eine gütliche Vereinbarung ist unter
den Parlheyen nicht zu erwirken gewesen, und das Amts-
gericht publicirt demnächst unter dem iZten Februar 1826
einen Bescheid über den ebengcdachten streitigen Punkt.
Weil aber beide Theile zur Anhörung des Urtheils gar
nicht geladen worden; so wird die geschehene Publication
außer Kraft gesetzt, und in einem auf den 4ten October

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