Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

dev Exceplio congressus cum pluribus, 195
ruhen, indem noch kein Gesetzgeber einen solchen normalen
GeburtsLcrmin creirt hatI), noch ihn vernünftigerweise
wird gesetzlich vorschreiben können.
Hieraus überzeugt man sich, daß die vom Herrn
Verfasser vcrtheidigttz Praesmntip paternitatis nur dann
denkbar und entscheidend scyn kann, wenn die verschiedenen
Vermischungen in solche verschiedene Zeiträume fallen, daß
keine Collision der einzelnen Vermischungen in Bezug auf
den normalen GeburtsTermin eintritt *). Um deßwilley
ist der vorgeschlagene Weg zur Ausmittlung der Paterni-
tät mangelhaft.
Aber auch in diesem Falle hat der Herr Verfasser noch
einen Hauptumstand, von welchem die Praesumtio pa-?
lernitatis immer abhängig seyn müßte, zu erwähnen ver-
gessen, nämlich die Ucbereinstimmung der körperlichen Be-
schaffenheit des Kindes mit der behaupteten oder präsumir-
ten Aufenthaltszeit desselben im Mutterleibe. Wo diese
Ueberemstimmung fehlt, da kann vernünftigerweise von
einer Praesumtio paternitatis gar nicht die Neye seyn,
und außer Hein Zusammentreffen der Geburtszeit mit dem
Weischlafe würde sonach immer noch erforderlich seyn, daß
die körperliche Beschaffenheit des Kindes mit der angenom-
menen Dauer der Schwangerschaft harmonsre, Bleiben
wir einmal bei dem soeben angegebenen Beispiele stehenz
nach welchem die Wtia am 6. Januar mit dem A, am 6,
März mit dem B. coneumbirt, und am 2, October hessel-
1) Wohlweislich habcy alle Gesetzgebungen bloß einen Zeitraum
intra quem, und einen sehr weiten als rechtlich normalen
GeburtsTermin bestimmt.
, 2) I. B, Ä. coneumbirt mit der Titia am 6- Januar iRas,
am 6, Mürz iZ2S, und am s, Ocrober kommt sic nieder.

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