Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

her Exceptio congressus cum pluribus. 193
stens erklärt sie meine Ueberzeugung dafür, und eben deß-
halb halte ich es für Pflicht, gegen jene Meinung öffent-
lich aufzutreten und Unpartheyischen die Entscheidung zu
überlassen. '
§. 4.
Mangelhaft nenne ich jene Ansicht, weil es ihr an
einer festen Grundlage gänzlich fehlt; denn ein nor-
malem GeburtsLermin, ein solcher nqmlich,
der nach den Gesetzen der Natur auf einen be-
stimmten Tag fallen müßte, eristirt nicht; viel-
mehr sind alle Aerzte, ältere und neuere, einverstanden, daß
die zeitige Geburt von der 38sten bis zur 4osten Woche
fällt. Alle zeitige Gebürten haben daher einen i tägigen
Zeitraum, in welchem sie sich ereignen; viele fallen in des-
sen Anfang, viele in dessen Mitte, viele zu Ende desielben,
ohne daß, nach den Gesetzen der Natur ein engerer Ter-
min der zeitigen Geburt Statt findet. Gesetzten Falles nun,
es hätte A. mit der Titia am 6ten, 83. mit ihr am yten
und C. mit ihr am I2ten Januar 1828 verbotenen Um-
gang gepflogen, und sie käme den 2ten October nieder; so
wäre ihre Geburtszeit in Bezug auf jeden Beischlaf gleich
normal. Ein Richter dürfte sich hier, wollte er nicht die
Sphäre seines Wirkungskreises überschreiten, eines Aus-
spruchs nicht einmal anmaaßen, und' der gerichtliche Arzt,
dem jener lediglich zu überlassen'wäre, könnte sich gewiß
nicht anders erklären, als daß in Bezug auf alle drei
Vermischungen die Geburtszeit völlig gleich normal sey.
Wenn daher der Hr. Verfasser, wie es der Fall ist,,
a. a. O. sogar die Behauptung aufstellt r "daß auch unter
mehreren, selbst unmittelbar nach einander begangenen
Bei'wohnungen immer eine für die mit der Geburtszeit

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