Full text: Volume (Bd. 2 (1830))

}. Erttschäd. ihrer ErbenzinSl. w. entz. Sttuerfr. 165
Endlich sey auch der, etwanige letzte Einwurf unge-
gründet, daß bei Ertheilung der klägerischen Steuerfreiheit
an einen solchen Drang der Umstände, wodurch die Verord-
nung vom i. Juni veranlaßt worden, nicht gedacht sey
und auch nicht habe gedacht werden können. Kriegessteuern
und andere, als Folge des Krieges anzusehende, öffentliche
Lasten seyen nämlich zu jener Zeit schon längst erfunden
gewesen, hätten schon längst auf den Unterthanen geruht.
Als der Erbenzinsmann Fischer seinen Erbenzinsbrief be-
kommen, hätte eine Verordnung vom 3t. August 7798
bereits erhöhete Contribution eingeführt, um davon den
nicht geringen Kostenaufwand zur Verpflegung der dama-
ligen Dbservationsarmee und den Abtrag der vermehrten
Landesschulden zu bestreiten. Schon durch diese Verordnung
seyen die Ritterschaft, Geistlichkeit und alle sonstige freie
Grundstücke und Höfe mit Inbegriff der Erbenzinsstellen,
welche von Privatpersonen besessen worden und bis dahin
der Contribution nicht unterworfen gewesen, zur Bezahlung
der Steuer herbeigezogen worden. Es lasse sich also wohl
schwerlich in Abrede stellen, daß grade an jene Contribu-
tion mitgedacht sey, als dem Erbenzinsmanne Fischer die
unbegrenzte Freiheit von allen Oneribus publicis ver-
liehen worden, und daß es Absicht der Landesherrlichen
Kammer-gewesen, ihn mit dem Vorrechte zu begnadigen,
welches sie hinsichtlich ihrer nicht auf Erbenzins verliehenen ,
Grundstücke fortwährend ausgeübt habe. Daß das Her-
bogthum Lauenburg durch eine feindliche Besetzung vom
Jahre i8o3 bis zum Jahre i8i3 hart werde mitgenommen
werden, daran habe man freilich im Jahre 7800 nicht den-
ken können, wenngleich die im siebenjährigen Kriege vor-
gefallene Besetzung eines großen Thciles des Hannoverischen

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