Full text: Volume (Bd. 1 (1828))

70 ni. Hassenpflug, über die Verbindlichkeiten
mit den Rechten auch die alteren lnoch bestehenden
Verbindlichkeiten derselben übernehmen müsse (nach
Voet, Faber u. a.); welches nach Römischem Rechte
als auf einem Quasi - Contract beruhend angesehen
werden muß. Insbesondere treten aber auch analog
die Bestimmungen über die Successio. univerii-
.tatem ein, da auch hier der in die Erbschaft, als
eine juristische Person, Eintretende mehr oder minder
Lheil an allen Rechten und Pflichten erhält, und
seine Individualität in einem gewissen Grade auf-
opfert ; so wie auch I. 63., §. 8., D. 17, 2. aus-
drücklich dem Erben des Socius die Pflicht auflegt,
die vor seinem Eintritt contrahirten.Verbindlichkeiten
mit zu tragen, welches Princip auch auf den neuen
Socius, auf den der Vortheil der Societät mitfällt,
anwendbar ist. Endlich spricht für die Verhaftung
des Reu-Eintretenden wegen alter Forderungen, daß
zum ungetheilten Societätsfond, in den er succedirt.
Activa und Passiva gehören; daß Incommoda und
Commoda sich entsprechen; daß wegen der oft un-
möglichen förmlichen Liquidation das für die älteren
Verbindlichkeiten haftende Lbject nicht durch den, an
den günstigen Resultaten theilnehmenden Neu-Eintre-.
' tenden geschmälert werden darf; daß das Vertrauen
Dritter, die der Firma länger creditiren, und mit ihr
auch jedesi , der zu ihr gehört und aus ihr Rechte er-
wirbt, als verhaftet ansehen, nicht gemißbraucht wer-
den darf. Jedoch leidet alles dieses eine Ausnahme,
wenn eine besondere Äufforderung an die Gläubiger,
,Und eine eigne Liquidation vorhergegangcn ist. Wird
Dbiges nicht statuirt, so ist die Firma bei' irgend

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