Full text: Volume (Bd. 1 (1828))

d. Chefs d. Handl. durch d. Handliingsdieiicr. 303
geschlossenen Geschäfte erlangt hat, so ist dennoch die
Anwendung dieser rechtlichen Grundsätze auf einzelne
Falle ausnehmend bestritten.
In der Regel würde hier der zwischen dem Han-
delsherrn mit dem Handlungsdiener abgeschlossene
Vertrag die sicherste Entscheidungsquelle geben 3), weil
jeder Theil verpflichtet seyn würde, die darin ausge-
sprochenen Obliegenheiten genau einzuhalten. Damit
ist aber für die Anwendung gar wenig gesagt, denn
sehr oft ist gar kein solcher Vertrag abgeschlossen, ent-
weder überhaupt nicht, oder nicht für einzelne Haupt-
fälle; und übcrdem gestatten TerntorialGcsetze und
fester Handelsgebrauch dem Handlungsdicner gar
manche Freiheit, 'die im Vertrage gar nicht ausge-
drückt zu werden braucht.
Es bleibt daher nichts übrig, falls ein solcher
unvollständiger'Vertrag vorliegcn sollte, als auf jene
TerritorialGcsetze oder den erwiesener Maaßen vor-
handenen festen Handelsgcbrauch bei Entscheidung
einzelner Fälle Rücksicht zu nehmen.
Am ausführlichsten verbreitet sich über diesen
Gegenstand das allgemeine Preußische Land-
recht^), indem es folgende Verfügungen enthält:
„Handlungsdiener oder Lehrlinge, die in of-
fenen Gewölben oder Laden angestellt worden.

Cours de droit de commerce. Vol. II. p. 610—642.
Mittermaier a. a. O.
3) Bender, Grunds, des Handlungsrechts. B. 1. jj. 53,
4) Th. II. Sit. 8. §. 546—552.

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