Full text: Volume (Bd. 1 (1828))

298 X. Elvers, über die zugesr'cherte
Bundesregierungen sehr verschieden beurtheilte Frage
ohne Weiteres für entschieden annimmt." An dieseü
Angriff gegen das Eigenthum reihte es nun aber auch
seinen Angriff gegen das Recht des- Schriftstellers
überhaupt. „Der Inhalt eines Buches," hieß es
ferner, „oder die Reihe der darin ausgesprochenen
Vorstellungen gehört nach der Bekanntmachung je-
dem, der sie durch seine Geistesthatigkeit in sich auft
zunehmen weiß. Will man aber die Ursprünglichkeit
der Bildung einer gewissen Gedankenreihe in dem
Kopfe eines Schriftstellers ein Eigenthum an dem
Inhalte nennen; so ist es wenigstens ein solches Ei-
genthum, welches der Verfasser auf keinen andern
übertragen und keiner ihm nehmen kann und welches
demselben auf gleiche Weise fortwährend verbleibt, es
mögen von dem Verleger oder von dem Nachdrucker
noch so viele Exemplare abgedruckt und veräußert
werden. Nur an dem Buche, als körperlichen Kunst-
Produft, nicht an dem geistigen Inhalte des Buches,
ist ein äußeres Eigenthum im wahren rechtlichen
Sinne, d. h. ein solches, welches ein Gegenstand des
Verkehrs seyn kann, möglich. Dieses Eigenthum
steht bei einer Druckschrift dem Verleger an der Lri-
ginalAuflage, und dem Nachdrucker an der von ihm
veranstalteten auf gleiche Weise, und aus gleichem
Grunde, beiden als Producenten, zu. ... Der
ganze Nechtsbegriff würde aufgehoben, wenn man die
Rechtmäßigkeit oder Widerrechtlichkcit einer Handlung
von dem daraus entstehenden Vortheil oder Nachtheik
für einen Dritten abhängig machen und den Grund-
satz: qui jure utitur suo, nemini facit injuriam,

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