Full text: Volume (Bd. 1 (1828))

288 X. Clvers, über die zugesr'chcrte
auf die Käufer übergehe Daß. ein solches Ver-
lagsrecht nicht bloß in Deutschland, sondern in ganz
Europa als ein Gegenstand eines besondcrn Eigen-
thumsrechtes in den Augen der Buchhändler'bestände,
und über dieses häufig rechtlich erkannt worden sey,
konnte im Allgemeinen gewiß'mit Grund behauptet
werden; so wie denn auch) wie wir oben bemerklich
geisiacht. Haben, in diesem Umstande eine stillschwei-
gende Anerkennung des Rechtes gegen den Nachdruck
von Seiten unscrs positiven gemeinen Privat- und
Handelsrechtes enthalten ist 100). Allein die Haupt-
frage, wie ein solches Verlagsrecht entstehen konnte,
worin es seinen inner« Rechtsgrund habe, wurde
von Pütter nicht genügend beantwortet. Denn
wenn' er anführt (S. 46): „daß kein Buchhändler
anders Bücher kaufe und verkaufe, als mit der in
der Natur dieses Handels liegenden Verbindlichkeit,
an dem gekauften Buche sich kein Verlagsrecht zum
Nachthcils des rechtmäßigen Verlegers anzumaßen,
welches also hier als eine bei jedem Buchhandel zum
Grunde liegende stillschweigende Bedingung, als ein
allgemeines Pactum adjectum tacitum anzusehen
sey, daß für das übrige Publicum ohnedem nicht
daran zu denken sey, daß ein Käufer eines Buches
dabei die Absicht haben sollte, die Freiheit des Nach-
YY) PHLter, a. a. O. S. 42 — 45.
100) Schon Pütter deutet darauf hin, wenn er z. V: S.
üy sagt: „'Entweder muß das ganze Verlagswesen . . .
^ zu Grunde gehen, oder das Verlagsrecht jedem Verleger
eigenthümlich und unbeeinträchtigt bleiben."

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