Full text: Volume (Bd. 1 (1828))

270 X. Elverö, über die zugesicherle .
nicht angeführt werden kann, so steht doch auch das
Gegentheil keinesweges im Gerichtsgebrauche fest.
Erwägen wir aber alles, was aus ältern und neuern
Zeiten-, so wie aus dem ganzen Zusammenhangs un-
sers gemeinschaftlichen RechtsSystems hervorgeht, so
glauben wir, daß jedes Gericht, für welches das Ge-
gentheil nicht bestimmt durch die Gesetzgebung vor-
geschrieben wäre, auch schon jetzt und selbst beim
Manges aller Privilegien, die Rechte der Schriftsteller
und Verleger gegen den Nachdruck zu schützen habe,
und daß es seinem Arbitrium im Zweifel überlassen
bleiben müsse, wie und bis zu welchem Grade dieser
richterliche Schutz zuzugestehen sey. — Dafür spricht,
wie uns scheint, zunächst der Umstand, daß der Ver-
lagsContract als ein eigenthümliches Geschäft im ge-
meinen Deutschen Handelsrechte aufs Vollkommenste
begründet ist 7S), und dieser ohne ein ursprüngliches
und ausschließliches EditionsRecht des Schriftstellers,
welches dieser an den Verleger ganz oder rheilweise
überträgt 70), alle rechtliche Bedeutung verliehren
würde. - Wenn daher das gemeine Recht den Ver-
lagsContract anerkennt, so nothwendig auch ein ur-
sprüngliches und ausschließliches EditionsRecht des
78) Mittermaier, §. 2(M,: „Der Verlagsvertrag er-
scheint als ein selbstständig aus dem Deutschen Verkehr
hervorgegangener Vertrag/'
74) Eichhorn, §. 386.: „Zum Schutz des Verlagsrechtes,
als eines ausschließcnden Rechts, eine Schrift
durch den Druck zu vervielfältigen, welches
der Verfasser dem Verleger überträgt," rc.

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