Full text: Volume (Bd. 8 (1898))

24. Literatur

24.1. Strecker, O., Die allgemeinen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über Rechte an Grundstücken

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Literatur.

aber der Kläger zu deren Bestreitung unvermögend ist, kann aus dem von ihm
beigebrachten ArmuthSatteste, durch welches sein Unvermögen zur Zahlung der für
die Durchführung des Prozesses und Gestellung eines Rechtsbeistandes erforder-
lichen Kosten bescheinigt wird, nicht entnommen werden und ist nicht anzunehmen.
Beschl. vom 22. September 1898. Ls. VI. 151/98.
(ot'. Entsch. des R.G.'S Bd. 2 S. 378; Jur. Wochenschrift 1892 S. 369*
und 1895 S. 323*.)

Ateratur.
Besprechungen.
Die allgemeinen Vorschriften -es Bürgerlichen Gesetzbuchs über Rechte an
GrUtt-stÜÄen von O. Strecker, Amtsrichter. Berlin, I. Guttentag, Verlags-
buchhandlung. 1896.
Die Schrift bildet das VII. Heft der bei I. Guttentag in Berlin erscheinenden Einzel-
darstellungen des Rechts des Bürgert. GB.s, von denen bis jetzt noch veröffentlicht sind:
Das Erbrecht (von Dr. Strohal), das eheliche Güterrecht (von Dr. Schröder), das persönliche
Eherecht (von Dr. Jacoby), das Recht der einzelnen Schuldverhältnisse (von vr. Schollmeyer),
das Recht der Schuldverhältnisse in seinen allgemeinen Lehren (von Dr. Stammler), die
Reichsgrundbuchordnung (von Dr. Simeon) und die Deliktsobligationen (von Dr. Franz
v. Liszt). Sie giebt eine gedrängte, jedoch im Wesentlichen vollständige und umfassende und
dabei überaus klare nnd faßliche Darstellung des materiellen Grundbuchrechts im Anschluß
an den zweiten Abschnitt des dritten Buches des BGB.s (88 673—902), wobei zugleich auch
das formelle Grundbuchrecht, soweit nöthig, mit berücksichtigt wird und aus den die einzelnen
Rechte an Grundstücken behandelnden Abschnitten diejenigen Bestimmungen mit erörtert
werden, die mit den allgemeinen Vorschriften, sei es, daß sie deren Anwendung ausdehnen
oder Ausnahmen davon enthalten, in unmittelbarem Zusammenhänge stehen. Dies gilt
namentlich von den Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden.
In den Vorbemerkungen (88 l— 4) werden die allgemeinen Grundsätze des Grund-
buchrechts, das Grundbuchsystem, die Einrichtung des Grundbuchs und der Grundbuchblätter,
insbesondere für mehrere Grundstücke und für Gerechtigkeiten besprochen und die einzelnen
Rechte an Grundstücken, deren Zahl nach dem DBGB. eine beschränkte ist, kurz, aber scharf
und treffend gekennzeichnet. Die folgenden, den Hauptbestandteil det Arbeit enthaltenden
Erörterungen (88 5—16) haben den Erwerb, die Endigung und die Jnhaltsänderung der
Rechte an Grundstücken, das Rangverhältniß dieser Rechte, den öffentlichen Glauben des
Grundbuchs, die Berichtigung des Grundbuchinhalts und die Einrichtung der Vormerkungen
zum Gegenstände. Mit großem Fleiß und Geschick hat hier der Verfaffer die verschiedenen
Bestimmungen des BGB. in Verbindung mit den einschlagenden Vorschriften der damit zu-
sammenhängenden Reichsgesetze (Grundbuchordnung, Zwangsversteigerungsgesetz vom 24. März
1697, Gesetze betreffend Abänderung der KO. und der CPO. vom 17. Mai 1696) nicht blos
systematisch zusammengestellt, sondern auch durch Darlegung ihrer praktischen Handhabung
dem Verständnisse des Lesers näher gerückt.
In einer Frage erscheint mir jedoch die Ansicht des Verfassers nicht ganz unbedenklich,
sie betrifft die Unwiderruflichkeil der in 8 873 Abs. 1 vorgesehenen Einigung der Be-
iheiligten über den Eintritt der einzutragenden Rechtsänderung. Bekanntlich sind bei dieser

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