Full text: Volume (7 (1917))

Die Versetzbarkeit d. Geistl. n. d. ev. Kirchenordn. d. 16. Jh. 295
„item zu strafen diejenige, welche sich ohne beruf, ordina-
tion der administration der heiligen sacramenten und des
piedigampts unterfahen“.1) Trotzdem mußte dieKonsisto-
rialordnung2) von 1570 noch schärfere Mittel ergreifen:
„es soll auch unser consistorium diejenigen, welche sich an
(sic!) ordentlichen beruf und ordination der administration
der heiligen sacramente und des predigamts unterfahen,
nach gebiir und billigkeit zu strafen, auch nach gelegenheit
der Sachen die strafe des gefengnus zu erkennen und das
urtheil durch das brachium seculare exequiren zu lassen
nicht allein macht, sondern auch hiemit von uns befehlich
haben“3) und die „Constitution der hertzogen zu
Meckelburg“4) vom 31. Januar 1571 diesen Punkt wieder
betonen: „was dan zum vierten den beruf oder vocation
der kirchendiener betrifft, wollen wir keines weges gestadten,
das in unsern landen jemandts für einen pastor oder kirchen-
diener gefördert oder geduldet werde, der nicht ordentlicher
weise zum predigamt beruffen und eingesetzt ist“.5) Der
Erbvertrag6) zwischen den Herzogen und der Stadt Rostock
zu Güstrow vom 31. Januar 1584 vereinbarte u. a. auch,
daß der Rat einen Geistlichen nur mit Genehmigung der
Herzoge entlassen dürfe.
6. Die „Kirchenordnung für das Land Hadeln“7)
von 1526 in der Fassung von 1542 unterläßt es nicht, auf
diese Frage einzugehen: „.nemandt schall var sick
sulvest kamen edder indrengen.de gemene edder vol-
mechtige edder lehnherren schölen mit rade und willen der
verordenten visitatorn eschen (wählen) den, de dar helft
ein gudt getuchenisse eines guden levendes.Idt is
ock unsers G. F. und heren hochermelt hoge befehl und
ernstlicke meinunge, dat neen (kein) karspell allene schall
1) das ander theil von Sachen und personen, die vor das consisto-
rium gehörigk, Sehling V 8. 320k.
2) Ebenda S. 231 ff.
3) Tit. IV von gewalt und Jurisdiction des consistorii (in fine),
ebenda 8. 234.
4) wie es hinfüro mit den superintendentzen, auch kirchenpersonen
und gutem und etlicher dabei befundener mengel halben in I. F. G.
landen gehalten werden soll. Ebenda 8. 247 ff.
°) Ebenda 8. 248. •) Ebenda 8. 295. 7) Ebenda 8. 265 ff.

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