Full text: Volume (7 (1917))

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Ludwig Kaas,

erunt, laboremque mutuum in regenda Ecclesia Dei alleviabunt. His
mediantibus omni praematuro judicio, si quod forte oriri posset, ob-
viabitur. ,,Charitas quippe non aemulatur.“ In rebus gravioribus mo-
menti me non sine consilio virorum quorundam circumspectorum de
gremio vestro acturum persuasum habete! — Praeclari viri D. Joan.
Godefridi de Speicher Ecclesiae Collegiatae 8. Castorir, quae Confluentiae
fuit, Canon, et Custodis, qui ultro mihi pro Secretariatu manum auxilia-
tricem obtulit, a me lubenti animo exceptam, in expeditionibus futuris
subscriptioni fidem facite. De caetero velim quilibet D. D. Parochorum
hujus Encyclicae receptionem ac Officii mei agnitionem propria manus
subscriptione profiteatur, ut ea peracta circulo ad me remissa primam
chartarum officialium basin efficiat. Valete in Domino et oremus pro
invicem.
28.
Pfarrer Auer in Wetzlar an Hommer, 23. Oktober 1816, Staatsarchiv
Koblenz Abt. 551 Nr. 99 Bl. 18/19.
Das gnädige Zuschreiben Euerer Hochwürden Gnaden hat in mir
die Gesinnungen der Verehrung und des Vertrauens gewecket, welche
nach dem milden Geiste desselben gewiß jeden Pfarrer beleben werden,
der die Eiende hat, unter Hochdero weiser und liebevollen Obhut zu
wirken. Ich würde keinen Augenblick gesäumt haben, die schuldigste
Danksagung und freudige Anerkennung Euer Hochwohlgebohrn schrift-
lich zugehen zu lassen, stünden nicht kirchliche Verhältnisse, die noch
nicht beseitiget worden sind, mir im Wege.
Unterm 15ten Mai laufenden Jahrs ertheilte das Hochlöbliche
Königliche Consistorium in Koblenz mir die verehrliche Weisung, von
dem Erzbischöflich-Regensburgschen General-Vikariate in Aschaffenburg
mir zukommende Beschlüsse fernerhin ohne weiters zurückzusenden,
jedoch davon demselben die Anzeige zu machen. In einer Vorstellung
hierauf an das Königliche Consistorium suchte ich die Gründe darzu-
eulegen, wie schwer mir werden müsse, so lange der Hochwürdigste "Erz-
bischoff von Regensburg mein Ordinarius seye, diesem Befehle in Betreff
der Zurücksendung Folge zu leisten. Dieser Darlegung fügte ich die
ganz gehorsamste Bitte hinzu, das Königliche Consistorium wolle sich
Meiner als nunmehrigen Unterthanen dabin annehmen, daß ich meiner
Pflichten gegen mein hochwürdiges Ordinariat vorerst entlassen würde.
Eine Anzeige hievon an das Erzbischöfliche General-Vikariat in
Aschaffenburg zu machen, habe ich aus dem Grunde unterlassen, weil
ich mir dieses einer Seits dem Willen des Königlichen Consistoriums zu-
widerlaufend denken mußte, und anderer Seits hoffen konnte, die beiden
hoben Stellen würden deshalb gütliche Uebereinkunft treffen.
JDa bisher weder von dem hochlöblichen Königlichen Consistorium,
noch von dem Erzbischöflich-Regensburgschen General-Vikariate in
Aschaffenburg mir Etwas zugekommen: so muß ich wohl dafür halten,
daß meine frühere kirchlichen Verhältnisse noch fortdauem, und gebe
es demnach den tiefen Einsichten Euerer Hochwürden Gnaden ehr-
erbietigst anheim, was ich in dem gegenwärtigen Falle thun kann. Mein

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