Full text: Volume (8 (1918))

Die Säkularisation des Ritterstifts Odenheim in Bruchsal. 91

angeloch 150 Gulden, Großgartach 1000 Gulden und Massen-
bachhausen 1300 Gulden;
5. die Großgartachsche Amtsrechnung: 2200 Gulden.
Dazu kam eine Stiftung des Stiftskustos Philipp Karl
Grafen von Öttingen-Baldern, der am 30. Mai 1787 ge-
storben war. In seinem Testament von 1780 hatte er
seinen Bruchsaler Nachlaß aus dem Gnadenjahr zu einer
Stiftung zugunsten der ritterstiftischen Untertanen be-
stimmt. Aus ihr sollten ein oder zwei Arme zum Studium
oder zur Erlernung eines Handwerkes Unterstützungen er-
halten. Sie betrug ursprünglich 1959 Gulden. Auf dem
Maikapitel 1792 wurde die Führung einer besonderen Rech-
nung angeordnet, damals belief sie sich auf 2087 Gulden,
wovon 870 Gulden auf Pfandbriefe angelegt, der Rest der
Amtskellerei zu 5 Prozent zur Bestreitung dringender Bau-
lichkeiten hingeliehen waren. Die Kommissare bemerkten,
diese „milde Stiftung bestehe auch bei den veränderten
politischen Verhältnissen unter dem landesherrlichen Schutze
und Leitung fort".
Herzog prüfte die Vorlage und wünschte weitere Auf-
klärung über „die ökonomischen und politischen Verhält-
nisse“ des Stifts, besonders aber über die Stiftskirche,
„welche origine sua keine Pfarrkirche war, inwiefern näm-
lich die Parochie darin aufgenommen worden sei, unter
welchen Beschränkungen und Bedingungen, ob die Stifts-
fabrik das Bau-onus ganz auf sich behalten hat und ob
das Stift selbst parochus principalis gewesen oder nicht".1)
Darauf sahen Haimb und Lauer die Rechnungen und
Urkunden ein, besprachen sich mit den Stiftsbeamten Hof-
rat Walther und Präsenzmeister Wahl (12. Februar), er-
gänzten das Protokoll (13. Februar S. 34ff.) und stellten
fest, daß es beim Stift besondere Oblegien, eine Ornat-
Und Armenkasse (bursa pauperum) nicht gab. Die Almosen-
stiftungen, etwa 1120 Gulden, gehörten zur Fabrik. Die
Unterhaltung der Stiftskirche und anderer Gebäude, die
Anschaffung der Paramente, des Öles und Wachses gehörten
zu den „Urbestimmungen des Fabrikamtes". Bezüglich der
Schreiben vom 10. Februar 1803.

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