Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Kanonistische Abteilung (8 (1918))

12. Kanonistische Chronik

Kanonistische Chronik.

Im Dezember 1917 starb in Bern der emeritierte ordentliche Pro-
fessor der Dogmatik und Kirchengeschichte E. Michaud im 78. Lebens-
jahre.
Im Dezember 1917 starb in Bonn der ordentliche Professor der prak-
tischen Theologie in der evangelisch-theologischen Fakultät E. Sachsse
im 78. Lebensjahre.
Im Dezember 1917 starb in Braunsberg der ordentliche Professor
der Kirchengeschichte an der dortigen Akademie J. Kolberg im
58. Lebensjahre.
Am 6. Januar 1918 starb der emeritierte Professor des Kirchen-
rechts in Breslau H. Laemmer.
Am 8. Januar 1918 starb im 67. Lebensjahre der ordentliche Pro-
fessor des Kirchenrechts an der katholisch-theologischen Fakultät zu
München, H. M. Gietl, einer der besten Kenner der Quellen und Lite-
ratur des mittelalterlichen Kirchenrechts. Sein Name ist vornehmlich
verknüpft mit der ersten Ausgabe der Sentenzen Rolands, des späteren
Papstes Alexander III. (Freiburg 1891), dazu mit der Quellenanalyse
der Schrift Hinkmars von Reims De ecclesiis et capellis, während er
im Streite über die Heimat Pseudoisidors gegen die Hypothese von
B. von Simson Stellung nahm (Historisches Jahrbuch 1894 und 1899).
Aus der Zahl seiner sonstigen Arbeiten, zumeist kritischen Referaten,
wie z. B. einem solchen über eine Edition von J. Fr. von Schulte
(Archiv für katholisches Kirchenrecht 1892), sei noch die Abhandlung
über die zwangsweise Versetzung des Benefiziaten in der Lehre der
mittelalterlichen Kanonisten von Gratian bis Hostiensis erwähnt, die
im Jahre 1917 in der Festschrift für A. Knöpfler veröffentlicht wurde.
Was Gietl seinen Schülern war und bot, hat der warmempfundene Nach-
ruf seines Nachfolgers E. Eichmann im Historischen Jahrbuch 1918
darzulegen gewußt.
Im Januar 1918 starb in Breslau der ordentliche Honorarprofessor
in der katholisch-theologischen Fakultät und Direktor des fürstbischöf-
lichen Hausarchivs J. Jungnitz im 74. Lebensjahre. Seine letzte Ver-
öffentlichung über die Breslauer Weihbischöfe (1914) durfte in unserer
Zeitschrift (Bd. V 8. 527ff.) als Beitrag zur kirchlichen Rechtsgeschichte
mit Beifall und Dank begrüßt werden.
Am 7. April 1918 starb in Leipzig der ordentliche Professor der
Kirchengeschichte Albert Hauck im 73. Lebensjahre, Mitten aus un-

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