Full text: Volume (2 (1912))

13.30. Haid, Besetzung des Bistums Brixen in.der Zeit von 1250 - 1376

Literatur.

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P. Kassian Haid, I)r. phil. Ord. Cist., Die Besetzung des
Bistums Brixen in der Zeit von 1250—1376. Ein Beitrag
zur Geschichte der Bischöfe von Brixen (a. u. d. T.: Publi-
kationen des österreichischen historischen Instituts in Rom II).
Wien und Leipzig, F. Tempsky und G. Freitag 1912. XII
und 108 8.
Die vorliegende Arbeit ist aus einer .-Doktordissertation hervor-
gegangen, die der Verfasser vor mehreren Jahren der philosophischen
Fakultät in Innsbruck vorgelegt hat. Damals untersuchte er an
der Hand der in Innsbruck liegenden Brixner Archivalien, der ge-
druckten Quellen und der einschlägigen Literatur die Beziehungen der
Bischöfe von Brixen zu den Päpsten im 14. Jahrhundert bis zum Be-
ginn des großen abendländischen Schismas. Ein mehrmonatlicher
Aufenthalt im Winter 1908/09 in Rom ermöglichte es ihm, einen Teil
dieser Dissertation, die Frage der Besetzung des Bistums Brixen und
die mit ihr in Zusammenhang stehenden Servitienzahlungen, auf Grund
der reichen Bestände des Vatikanischen Archivs zu erweitern und zu
vertiefen. Von selbst ergab sich hierbei die Notwendigkeit, die zweite
Hälfte des 13. Jahrhunderts mit in Betracht zu ziehen, in der sich
auch schon bei Suffraganbistümern päpstliche Einflußnahme feststellen
läßt. So umfaßt die Studie den Zeitraum von dem ersten Eingreifen
Innozenz’ IV. in die Brixner Kirche im Jahre 1250 bis zur Transferierung
des Bischofs Friedrich von Chur nach Brixen, die Gregor XL im Jahre
1370 verfügte. Außer dem vatikanischen Archiv hat H. übrigens
auch noch einschlägige Bestände in den Archiven von Brixen und im
Staatsarchiv der Statthalterei zu Innsbruck durchforscht und die auf
Brixen Bezug nehmende gedruckte und handschriftlich erhaltene
ältere und neuere Literatur eitrig, wenn auch nicht ganz erschöpfend
benützt.
In breiter Darstellung beleuchtet er die einzelnen Besetzungsfälle.
Es sind für den der Untersuchung zugrunde gelegten Zeitraum deren
zwölf zu verzeichnen, wenn man von einem in die Reihe der Bischöfe
von Brixen schwer einfügbaren, lediglich in einer Freisinger Urkunde
von 1306 (Haid 8. 76) in solcher Funktion erwähnten Arnaldus absieht.1 2)
Das ins commune jener Zeit, das für die Besetzung der Suffraganbis-
1) Vgl. die Urkunde König Konrads vom 20. Mai 1240 (Nördlingen),
durch die er das Domkapitel, die Ministerialen, die Bürger und alle Leute
der Kirche und des Herzogtums Brixen in Kenntnis setzt, daß er im
Rahmen der ihm vom Vater gewährten Vollmacht Egno dem Erwählten
dieser Kirche die Investitur mit den Regalien des Bistums und des Herzog-
tums mit Szepter und Fahnen erteilt und ihn und dessen Kirche in seinen
und des Reiches besonderen Schutz aufgenommen habe. Orig. Staatsarchiv
Innsbruck, gedruckt bei H u i 11 a r d - B r e h o 11 e s, Historia diplomatica Friderioi
secundi V, 2 p. 1191; Regesta imperii ed. Ficker V, 2 Nr. 4418. Es heißt
in ihr: „Dum itaque sufficienter constaret nobis per litteras capituli, qua-
liter vota universorum in ipsum convenerant. — 2) Vgl. Lang in der
Zeitschrift des histor. Vereins für Steiermark X, 8. 125.

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