Full text: Volume (2 (1912))

Zur Entstehung der Quinquennalfakultäten.

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Zunächst faßte die Kommission Generalregeln und fünf
Generalformulare ab. Alsdann genehmigte sie die von Ingoli
aufgestellten Grundsätze über die Vergehung in den einzelnen
Ländern und die Aufstellung weiterer fünf Spezialformulare.
Wir haben allerdings durch Verricelli diese Vorgänge weit
genauer kennen gelernt.
Es bleibt aber nun noch zu untersuchen, ob die fünf
Spezialformulare mit f. VI bis X der decem formulae iden-
tisch sind. Allerdings läßt Verricelli und auch wohl das
ursprüngliche Aktenmaterial die Numerierung nicht weiter-
laufen und trennt die formulae peculiares ihrer Entstehung
gemäß von den formulae generales I - V. Das ist aber un-
wesentlich und widerspricht zudem meiner Darstellung a. a. 0.
nicht.
Weiterhin ist aber jedenfalls zuzugestehen, daß nach 1638
noch eine Umstellung der fünf formulae peculiares erfolgt
ist. Ist doch später f. III nach ihrem engeren und weiteren
Schema1) in zwei Formulare getrennt,^und das engere Schema
zur formula X geworden. Zudem muß eines der Spezialformulare
dafür fortgefallen sein. Wann das geschehen ist, wann über-
haupt die definitive Reihenfolge in fortlaufender Numerierung
festgestellt wurde, kann ich nicht klarstellen. Es ist aber
auch dies keine viel spätere Arbeit, denn 1689 bezeichnet
ein Expeditionsvermerk der Inquisition die Kölner Quinquen-
nalfakultät bereits als f. X.2) Leider sind mir die Texte von
f. VII, VIII und IX, die heute nicht mehr verwendet werden,
nicht zur Hand.3) Aber ein Vergleich der ersten von Ingolis
Spezialformularen mit f. VI zeigt völlige Übereinstimmung.4)
Die gleich gebliebene Überschrift pro episcopis Hiberniae
bekräftigt zudem die Identität zwischen der ersten formula
peculiaris und formula VI. So ist der Zusammenhang zwischen
diesen fünf formulae peculiares von 1638 und formulae VI
bis X erwiesen, mag auch später noch erwähnte fortlaufende
’) Vgl. oben 8. 104 -106. — 2) Vgl. Mergentheim a. a. 0.1, 8.12
Anm. 6. — s) Vgl. bezüglich der Formulare Nilles in Zeitschrift für
katholische Theologie XV, 1891, S. 551 f., wo auch weitere Literatur
zu finden ist. — 4) Die Texte bei Verricelli 1. c. p. 804 s. und
Konings - Putzer 1. c. p. 419 s. Die Änderungen sind für uns un-
wesentlich.

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