Full text: Volume (2 (1912))

Die Kanones von Sardika.

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ÖQiocojuev — wir mögen beschließen), und daß er an den
Schluß eine Klausel setzte, welche die Approbation der
Synode zum Ausdruck bringen sollte (navreg eigrjxaoiv Kal
omog 6 ogog oxrjtco äoäXevxog).
Es soll auch hervorgehoben werden, daß der Text sich
als Aufzeichnung fortlaufender Reden darstellt und nicht etwa
als genaue Redaktion, die von der Synode selbst verfaßt
worden war. "Wir ersehen dies aus der Betrachtung, die wir
früher an den Kanones 3 — 5 sowie XVIII und XIX an-
gestellt haben, aus welcher hervorging, daß zwischen Propo-
sition und Kanon streng zu unterscheiden ist. Es folgt dann
aber weiter daraus, daß auch die Numerierung der Kanones
nicht von der Synode selbst herrührt.1)
Ist nun der griechische Text der Urtext und der latei-
nische eine bereits in das 4. Jahrhundert fallende Übersetzung,
so erübrigt sich von selbst jede weitere Erörterung über
die Echtheit der Kanones von Sardika.

*) Dies hat auch Turner a. a. 0. 8. 374 Anm. 1, von anderen sehr
beachtenswerten Erwägungen geleitet, betont: „The numbering of the
canons of Sardica is a matter of much difficulty, since no two MSS.
seem to agree. It is certain, I think, that the canons as ori-
ginally drawn must have been without numbers at all:
probably the System which would best carry out the Intention of the
framers would be to arrange just so many canons as there are votes
of the synod „synodus respondit (or „universi dixerunt“) placet“.

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