Full text: Volume (5 (1915))

Die deutschen Reichskriegssteuergesetze usw.

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hatte, besonders von F. vonBezold1), K. E. H. Müller2),
J. Weizsäcker3), H. Wendt4), D. Kerler5), F. Dietz6)
und Th. Lindner7) gewürdigt worden, so daß eine neue
Erörterung überflüssig erscheinen könnte. Gleichwohl ist
eine Nachlese möglich, nicht allein weil D. Kerler die lange
unbekannt gebliebenen Entwürfe und dazu weitere Akten-
stücke veröffentlichte, die über Durchführung und Schick-
sale des Gesetzes neue Aufschlüsse gewähren, sondern auch
weil seine auf Kirchen und Geistliche bezüglichen Anord-
nungen nochmals geprüft werden müssen. Man hat bisher
das Gesetz ausschließlich vom Standpunkt staatlicher Ver-
fassungsgeschichte aus betrachtet, unbedingt mit Recht
und doch einseitig: es gehört auch in die Geschichte des
Verhältnisses von Staat und Kirche, von dem aus es sein
ganz bestimmtes Gepräge erhielt. Mag sein Wortlaut der
sorgfältigen Gliederung entbehren, nicht frei von unlösbaren
Widersprüchen sein, um derentwillen manche Unklarheiten
bleiben, so ist es doch möglich, die angedeutete Richtung
seiner Vorschriften zum staatskirchlichen Gebiet hin deut-

merkungen von K. H. Lang, Historische Entwicklung der Teutschen
Steuerverfassungen seit der Karolinger bis auf unsere Zeiten (Berlin
und Stettin 1793), S. 182 ff. kommen nicht mehr in Betracht.
x) F. von Bezold, a. a. O. II, S. 125ff.
2) K. E. H. Müller, Reichssteuem und Reichsreformbestrebungen
im 15. und 16. Jahrhundert (Prenzlau 1880), S. 12 f.
3) J. Weizsäcker, Geschichtliche Entwickelung der Idee einer
allgemeinen Reichssteuer in Deutschlands Vergangenheit (Berlin 1882),
S. 9 ff.
4) H. Wendt, Der deutsche Reichstag unter König Sigmund 8. 95ff.
•) D. Kerler: RTA. IX, S. 59ff.
b) F. Dietz, Die politische Stellung der deutschen Städte von 1421
bis 1431 S. 58 ff.
7) Th. Lindner, Deutsche Geschichte unter den Habsburgem
und Luxemburgern II, S. 348ff.; vgl. zuletzt G. Seiler, Der gemeine
Pfennig eine Vermögensabgabe vor 500 Jahren: Frankfurter zeitgemäße
Broschüren XXXII n. 7 (Hamm in Westf. 1913), S. 247 ff. (erschienen
auch als Programm des Königlichen Gymnasiums zu Emmerich 1913/14;
vgl. Mitteilungen aus der historischen Litteratur XLIII, NF. III. 1915,
S. 5f.). Im Rahmen der Reichsreformbestrebungen insgesamt werden
die Ordnungen des „gemeinen Pfennigs“ gewürdigt von G. von Below
bei J. von Pflugk-Harttung, Im Morgenrot der Reformation (Hers-
leid 1912), 8. 121 ff.

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