Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Kanonistische Abteilung (6 (1916))

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Miszellen.

nur Proben gebe; doch wird auf alle Weglassungen und auf den Umfang
der unterdrückten Namenreihen hingewiesen. Die Zusätze anderer Hände
setze ich in Klammem; Ortsnamen hebe ich durch gesperrten Druck
hervor. Die erste Spalte beginnt, an der oberen und der linken Seite
unvollständig, also:
ief1) Ruitger
bert1) Heinricus
4 weitere Zeilen Personennamen
jichelinchusen2)
8 Zeilen Personennamen
De Sanctis Apostolis Racko. De 8. Johanne Luceman. Imma
De Sancto Gereone Werenbolt.3) Sigebreht.4) Dragebodo

Meinechin. Adelbraht. Ecelin
2 Zeilen Zwischenraum ro5)
De Sancta Columba Vocca. Benzo. Richeza. Wizo be
Adelbero. Wendecha. Eingezo. Adelman. Geza. el
Eingela. Gerhart. (Lieuecho Ruecela Guncelo) ' ad
Arnolt (Minberin)6)
De S. Severino Godescalc

x) Die unvollständig erhaltenen Worte waren Namen wie Einlief, Vort-
lief und Adalbert, Heribert.
2) Es handelt sich offenbar um einen Ortsnamen, vielleicht Reckling-
hausen, 965 Richildinehuso im Testament Erzbischof Brunos (MG. 88. IV 275),
1077 Rigelenkhuson (J. 8. Seibertz, Landes- und Rechtsgeschichte des Her-
zogthums Westfalen II, Arnsberg 1839, Nr. 32, verbessert von R. Wilmans,
Westfälisches Urkunden-Buch, Additamenta, Münster 1877, Nr. 20), im 12.
und 13. Jahrhundert Richelinkhusen, Richkelinkusen, Riclinchusin und ähn-
lich (z. B. R. Knipping, Die Regesten der Erzbischöfe von Köln II, Bonn
1901, Nr. 1387, 1451; Th. J. Lacomblet, Urkundenbuch für die Geschichte
des Niederrheins II, Düsseldorf 1846, Nr. 204, 239, 537 = Westfälisches Ur-
kunden-Buch VII, Münster 1908, Nr. 443, 479, 1137). Siehe auch TEL Oester-
ley, Historisch-geographisches Wörterbuch des deutschen Mittelalters, Gotha
1883, 8. 561f.; Binterim und Mooren, Die Erzdiöeese Köln, neu bearbeitet
von A. Mooren I, Düsseldorf 1892, 8. 91, 139, 480; W. Fabricius, Er-
läuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz V, 1, Bonn 1909,
8. 338. Während Wilmans (a. a. O. 8. 20 Anm. 4) Recklinghausen „zu
den ältesten Besitzungen der Cölnischen Kirche in Westfalen" rechnet, be-
zieht Ludolf Ritz, Die ältere Geschichte des Vestes und der Stadt Reck-
linghausen, Essen 1903 (Tübinger Dissertation), 8.28 ff. die beiden oben zuerst
angeführten Belege auf das Dorf Recklingsen bei Soest und läßt die Kölner
Rechte in der Gegend von Recklinghausen erst bald nach 1017 begründet
werden; der Unterschied ist für die vorliegenden Fragen ohne erhebliche
Bedeutung. Westfälische Wüstungen desselben Namens s. bei H. Jelling-
haus, Die westfälischen Ortsnamen, Kiel und Leipzig 1896, S. 73f. (vgl.
8. V).
8) Ein Dekan Werinbold von S. Gereon begegnet 1080; vgl. Lacom-
blet a. a. O. IV, 1858, Nr. 606 und 607; P. Joerres, Urkunden-Buch des
Stiftes St. Gereon zu Köln, Bonn (1893), Nr. 6 und 6.
4) Der Buchstabe h ist übergeschrieben.
§) Von unten nach oben ergeben die vier Silben denselben Namen
Adelbero, der eine der anstoßenden Zeilen eröffnet.
6) Verbessert aus Minbem.

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