Full text: Volume (6 (1916))

10. Zur Geschichte der Personalpfarreien

Johann Dom, Zur Geschichte der Personalpfarreien. 341

VI.
Zur Geschichte der Personalpfarreien.
Von
Herrn Johann Dorn,
Friedberg (Oberbayern).1)
Wenn sich bis heute kein Forscher eingehender mit der
Geschichte der Personalpfarreien2) beschäftigt hat, so dürfte
1) Indem ich diese kleine Studie der Öffentlichkeit übergebe, drängt
es mich, allen denen zu danken, die mir bei deren Abfassung ihre Unter-
stützung liehen. Zunächst den Archiven, aus deren Beständen ich un-
gedruckte Quellen wiedergebe, nämlich dem Kgl. Bayerischen Allgemeinen
Reichsarchiv in München, insbesondere dessen Direktor Herrn Geheimrat
Dr. Jochner, der die Übersendung von Archivalien nach Friedberg ge-
stattete und dadurch meine Arbeit wesentlich erleichterte, und Herrn
Archivrat Dr. Werner, der sich um die Auffindung von Archivalien be-
mühte, weiterhin dem Archive des bischöflichen Ordinariats Passau gleich-
falls für die Übersendung von Archivalien und Herrn Generalvikar Prälat
Dr. Krick sowie Herrn Dr. Heuwieser in Passau für die Feststellung
derselben, endlich dem Stadtarchiv in Köln, dessen ich bereits vor Jahres-
frist an dieser Stelle dankbar gedachte. Herrn Professor Dr. Gietl (Mün-
chen) verdanke ich mehrere wertvolle Mitteilungen und Herr Dr. Stein-
berger (München) hatte die Güte, nicht nur die unten veröffentlichte
Niedernburger Urkunde, die mir nur in einer jüngeren Abschrift vorlag,
mit dem wegen schlechter Erhaltung des Siegels nicht versendungsfähigen
Original des Reiehsarchives zu vergleichen, sondern auch eine stattliche
Reihe von Fragen brieflich zu beantworten. Für die Beschaffung der
Literatur bin ich der Universitätsbibliothek München und namentlich
der Stadtbibliothek Augsburg zu Dank verpflichtet.
2) Unter Personalpfarreien verstehen wir hier jene Seelsorgever-
bände, bei denen sich die Zugehörigkeit nicht nach dem Wohnsitz ihrer
Mitglieder, sondern nach persönlichen Eigenschaften derselben, wie Ab-
stammung, Beruf, Alter bestimmt. Nicht hierher gerechnet wurden dar-
um die sogenannten Anstaltspfarreien, da sie sich auf ein festes, wenn
auch nur ganz kleines Territorium erstrecken. Sie werden jedoch zu
reinen Personalpfarreien, sobald nur die Personen, für die die Anstalt
errichtet ist, zu der Anstaltspfarrei gehören, z. B. nur die Kranken eines
Hospitals, die Gefangenen einer Strafanstalt, die Alumnen eines Semi-
nars, nicht aber die Dienstboten. — Auch Pfarreien, die auf das Iminuni-

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