Full text: Volume (6 (1916))

Das c. Quia frequenter.

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sind) scheint schon aus der Vorlage zu stammen und
vom Schreiber kopiert zu sein — in diesen Glossen werden
vereinzelt auch die „Domini de Rota" zitiert.
Im folgenden gebe ich den interpolierten Text des
c. Quia frequenter, wie er offenbar zum Zwecke der Agi-
tation verbreitet wurde und in unseren beiden Hand-
schriften vorliegt, genau wieder; die entscheidende Inter-
polation und Textänderung ist durch Sperrdruck* hervor-
gehoben.
De electione et electi potestate. Rubrica.
Innocentius quartus.
Quia frequenter in electione summi pontificis columpna
Dei viventis tribulationis1) malleis est concussa et sagena
summi piscatoris procellis intumescentibus agitata2),
merito ac utiliter providimus occurrendum.3) Statuimus
igitur, ut defuncto sancte Romane sedis antistite ac eius
corpore tradito sepulture, cardinales, qui in eodem loco
fuerint, cessante scismate seu violentia laicorum pontificem
eligant statutis a iure temporibus, absentibus
fratribus expectatis. Si quis ex predictis4) car-
dinalibus a loco, in quo summus pontifex obiit, electione
instante discesserit, eligendi potestate se ipsum illa vice
privabit et is universalis pastor et episcopus habeatur,
qui a duabus partibus presentium fratrum eligetur, electo
in duabus partibus minime computato.
Der Index der Handschrift n. 50 verzeichnet unser
Kapitel mit folgender Eintragung:
*) Cod. n. 50: tribulacionis (der aus dem XIII. Jahrhundert über-
lieferte Text liest: tribulationum; s. oben 8. 13).
2) Cod. n. 50: agita.
3) Die Worte „ut dispendium pestis orribilis pati non valeat reci-
divam", welche (vgl. oben 8. 13) im vollständigen Texte Vorkommen,
fehlen sowohl im Cod. n. 49, wie im Cod. n. 50; bei dem zweifellosen
Filiationsverhältnisse der Sammlungen ist vielleicht die Annahme statt-
haft, daß diese Lücke nur auf ein Versehen zurückzuführen ist, welches
bei der Herstellung der Kopie für die Urschrift der älteren Sammlung
unterlief.
4) Dieses Wort fehlt in der älteren Fassung des Textes, ich möchte
es aber nicht als eine in bestimmter Tendenz erfolgte Einfügung be-
zeichnen.

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