Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Kanonistische Abteilung (3 (1913))

13.28. Forst, Otto, Die Ahnenproben der Mainzer Domherren

13.29. Pirchegger, Hans, Die Pfarren als Grundlage der politisch-militärischen Einteilung der Steiermark

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Literatur.

Otto Forst, Die Ahnenproben der Mainzer Domherren
(a. u. d. T.: Quellen und Studien zur Genealogie I). Wien und
Leipzig, Halm und Goldmann 1913. VIII 8., 224 Tafeln,
80 8. Register.
Otto Forst, der mich vielversprechenden Vorläufern uns soeben
in Meisters Grundriß der Geschichtswissenschaft in fast vollständigem
Neubau eine Darstellung der Genealogie als historischer Wissenschaft
geliefert hat, bietet hier eine mustergültige Ausgabe der Mainzer
Ahnenproben nach den Originalen des Münchener Reichsarchivs. Wie
das Vorwort und der Obertitel (Quellen und Studien zur Genealogie I)
belehren, ist die Publikation als ein Teil ausgreifenderer Forschungen
zur Stiftsmäßigkeit gedacht und verwirklicht. Wer Sinn für gewohn-
heitsrechtliche Rechtsbildung hat, wird den Wert derartiger Veröffent-
lichungen vom rechtsgeschichtlichen Standpunkte aus voll würdigen
und dem Verfasser darin Recht geben, daß im Gegensatz zu manchen
Versuchen, die Stiftsmäßigkeit aus veralteten Kapitelsstatuten allein
erkennen zu wollen, hier nur die Statistik, wie sie sich aus der Praxis
der Aufschwörungen ergibt, die wirklichen Rechtsauffassungen der Zeit
wiederspiegelt. Für den Kenner des jüngsten Stiftsmäßigkeitsstreites
stellt diese Ausgabe der Mainzer Aufschwörungen eine hocherfreuliche
Frucht der durch ihn stark angeregten Forschung dar, an der wir nur
das eine bedauern müssen, daß die ältesten 1G5 Aufschwörungen mit
4- und 8-Ahnen proben (vor d. J. 1687) aus Gründen der Ökonomie
nicht mitaufgenommen sind. Familienforschung und Rechtsgeschichte
werden Forst gleich dankbar sein, daß er in dem ausgezeichnet ge-
arbeiteten Register zu jeder der 572 Familien Angaben über ihre ständi-
sche Stellung, über ihren Stammsitz und über die Literatur beigefügt hat.
Göttingen. K. Beyerle.

Hans Pir chegger, Die Pfarren als Grundlage der politisch-
militärischen Einteilung der Steiermark. Mit 2 Karten.
(Sonderabdruck aus dem Archiv für österreichische Ge-
schichte, 102. Band). Wien, Holder 1912. 81 S.
In der vorliegenden Abhandlung verwertet der Verfasser, ein Mit-
arbeiter an der Herausgabe des „Historischen Atlas der österreichischen
Alpenländer“, eingehende archivalische Forschungen und seine Ver-
trautheit mit der historischen Topographie für die Ermittlung metho-
discher Grundlagen des Entwicklungsganges der kirchlichen
Sprengel in Steiermark.
Mit Recht wählt er zum Ausgangspunkt seiner Studie den Re-
gierungsantritt Kaiser Josephs II. und betrachtet es als vernehmliche
Aufgabe einer solchen Untersuchung, eine Karte der Bistümer, Pfarren

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