Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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Wer den Andern in der Ausübung seines Recines
hindert, beleidigt denselben und wird ihm für allen
daraus erwachsenen Schaden verantwortlich.
A. L. R. Einleit. §. 93..
Es versteht sich also, daß die Prohibition gegen
fremde Besitzhandlungen selbst keine unrechtmäßige sein
darf. Vielmehr muß der Besitzer sein Recht des Be«
sitzes gegen unbefugte Eingriffe schützen wollen. Steht
also dem Prohibente» der Besitz wirklich zu, so wird
dem Andern gerade durch die Prohibition sein Unrecht
zu Gemüthe geführt, und wenn derselbe im Widerstande
beharrt, so sucht er sich unbefugter Weise durch eigene
Gewalt Recht zu verschaffen.
A. L. N. Einleit. §. 77.

§. 4.
Betrachten wir zunächst
A) die Besitzergreifung einer körperlichen
Sache.
Diese findet mit Erfolg nur statt:
1. bei einer re» nullius. Eine solche Sache, die
sich noch kn Niemandes Besitz befindet, und soweit
nicht dem Staate das Recht der Besitzergreifung
Vorbehalten ist,
A. L. R. Thl. I. Tit. 9. §§. 8, 9.
kann von Jedem gewöhnlicher Maaßen,
A. L. R. Thl. I. Tit. 9. §. 9.
aber auch schon dadurch in Besitz genommen wer«
de», daß der Besitznehmrnde dieselbe mit solchen
Merkmalen bezeichnet, woraus seine Absicht, die,

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