Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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klagte auch in. sämmtliche Prozcßkostcn. Er. halt die Ein«
rede der mangelnden Passivlcgitimation namentlich aus dem
Grunde, weil die Verklagte noch immer einen eigenen
Haushalt habe, für verwerflich, iiiterpretkrt die Verordnung
vom 12. Januar 1705 durch das Edikt vom 1. Januar
1752, worin ausdrücklich gesagt werde, daß die Beiliegcr
nur von jedem Stück Rindvieh, welches sie auf die Ge-
meinde »Hude trieben, das streitige Weidcgeld zu bezahlen
brauchten, weshalb, da von ctjtcr Gemeinde -Hude gar^
keine. Rede sei, der Weidcgeld «Anspruch nicht haltbar
erscheine. Bei dem Bestehen dieser gesetzlichen Bestimmung
hält er ferner den Beweis für die observanzmäßigc Ent«
richtung des Wckdegcldcs für unerheblich, die Aeirde-
rung des Klagcpetiti aber wohl für zulässig^ weil"damit
nicht auch das Klagefundament geändert sei.
Verklagte fand sich durch den ganzen Inhalt des
ersten Erkenntnisses beschwert, sie legte deshalb das von
ihr für zulässig erachtete Rechtsmittel der Appellation
rechtzeitig ein, welchem auch deferirt wurde. Sir hat
den ans der Acndcrung des Klagepetiti hergenommenen
Einwand in appellatorio fallen lassen, im Uebrigen
aber, dis frühem Einreden näher zu begründen gesucht
und außerdem noch ein novum vorgcbracht, indem sie
b.chaMef,. daß Kläger ihr Vsch..auch, wirklich auf die
Gcnicind.ee Hude trieben, und. also auch, nach dem Edikt"
vom t. Januar 1752 zur Entrichtung des Wcidegeld'es
verpflichtet, seien. Es bildeten nämlich, so behauptet Ver-
klagte, sämmtliche in der Feldmark Hcringhauscn und
Dörnberg liegenden Grundstücke einen gemeinschaftlichen
Hudeverband, dessen Subjekt der Gemeinde als solche

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