Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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ita ut quamvis fideicommissi institutor de
alienatione nihil dixerit, ea tamen nihilominus
prohibita intelligitur, si quidem ea omnia
voluisse et sancivisse intelligitur quae sunt
rei propria et naturalia.
Eichhorn, deutsch. Privatr. 8. 341. 366.
In Sachsen und Mecklenburg können auch noch jetzt
Lehngnter gültiger Weise zu Familienfideikommissen be-
stimmt werden und besondere Succcssionsordnungen bei
Lehen sind gar nichts seltenes. Abweichend dksponirt
das Allgemeine preußische Landrecht, §. 50. Tit. 4.
Thl. II. des A. L. N.
Lehen können zwar in Fideikommisse nicht verwandelt;
wohl aber darin eine Successionsordnung, wie bei
Fideikommissen mit Bestimmung sämmtlicher Jnteres,
senken ckngcführt werden.
Also auch zur Einführung einer bloßen Succesfions,
ordnung ist die ausdrückliche Einwilligung sämmtlicher
Interessenten erforderlich. '
Die Vorschrift folgt konsequent aus dem Prinzipe,
wonach die Lehnsfolge überhaupt als eine successio
ex pacto et> providentia majorum betrachtet
wird; ein Grundsatz welcher in Folge der Böhmerschen
Theorie, die sich besonders seit dem Ende des vorigen Jahr
Hunderts geltend gemacht hatte, auch den lehnrechtlichen
Bestimmungen des A. L. R. zum Grunde gelegt worden ist.
G. L- Böhmer, de filio vasalli successore
in feudo. Gott. 1779, in Quart.
G. L. Böhmer, Rechtfälle Bd. I. Abth. 1.
N« 17. Bd. UI. Abth. 2. N. 205. de jure
filiorum revocandi keudum a patre alienatum.

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