Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

545

Si contigerit vasallum sine omni prole de-
cedere: agnatus ad quem universa hereditas
pertinet, repudiata hereditate, feudum, si
paternum fuerit, retinere poterit: nec de
debito hereditario aliquid feudi nomine
solvere cogitur: sed in fructibus, si quos
reliquit, ut de eis debitum solvatur, quo
tempore decesserit . . • considerabitur.
Ubi vero lilium reliquit, ipse non potest
hereditatem sine beneficio repudiare: sed
aut utrumque retineat aut utrumque repu-
diet: quo repudiato ad agnatos, si paternum
sit, pertinebit ....
Womit H. f. 51N. 4. km wesentlichen übereinstimmt:
filius non potest recusare hereditatem pa-
tris absque feudoj propinquus autem potest:
fo muß es cinlenchten, daß die Nachfolge der Söhne
im Lehn nicht wie das Successionsrecht der Agnaten
angesehen worden ist; vielmehr zwischen den Anrechten
beider ein wichtiger und wesentlicher Unterschied besteht.
Die Theorie der Nachfolge «x pacto et providentia
majorum ist überhaupt erst eine Erfindung der Glos,
satorcn, die sich in den Lehnsgesetzen selbst nirgends aus-
gesprochen findet, und den Grund zu dem völligen Miß-
verständniße der an sich klaren Bestimmung H. f. 45.
bei den neueren Theoretikern gelegt hat. ( Wird das
Lehn erledigt, so geht der Besitz auf den über, der
vermöge der Investitur, als Abkömmling des ersten Er-
werbers, oder kraft besonderen Vertrages dazu ein Recht
erlangt hat. Auf diesem Grundsätze allein beruht die

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