Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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Stirbt ein Vasall mit Hinterlassung von Söhnen
und Töchtern, so kann er zu Gunsten der Töchter
über das Lehn nicht verfügen, und den Söhnen, die
allein zur Nachfolge berufen sind, dadurch ihr Recht
nicht entzkehn.
Dies ergeben auch die nachfolgenden Bestimmungen,
die ausdrücklich davon sprechen, daß Töchter nur dann
ein Successionsrecht haben, wenn sie als Mitbelchnte
namentlich in den Jnvestilurvertrag mit ausgenommen
worben sind.
Filia vero non succedit in feudo, nisi in-
vestitura fuerit facta in patre: ut filii et
lilia succedant in feudum .... vel nisi
investitae fuerint.
Völlig damit im Einklänge steht eine spätere Vor,
schrist:
II. f. 11. §. 1. Donare autem aut judicare
pro anima vel in dotem pro filia dare nul-
lius curiae poterat consuetudine, ebenso
II. f. 39. Alienatio tendi paterni non valeat
etiam domini voluntate nisi agnatis con-
sentientibus ... nec in filiam vasallus
feudum poterit confirmare agnatis non con-
sentientibus, vel postea ratum non ha-
bentibus.
3« Gunsten der Töchter kann daher in der Re,
gel nicht disponirt werden; denn sie selbst sind nicht im
Stande, den Reichs- und Lehendienst von dem Lehn zu
leisten, und sie haben nur dann ein Recht, wenn ihnen
rin solches in dem Jnvestilurvertrage ausdrücklich znge,

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