Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

51. Die Schöffengerichte im ostrheinischen Bezirke

XXXIX.

Die Schöffengerichte im ostrheinischen Bezirke. *)
Mitgetheilk
- vom
Herrn Zusti;. Senats. Direktor Schepers, nun Oberlandes.
gerichts-Präsidonten in Bromberg.
Der Theil der preußischen Rhcinprovinz, welcher den
Jurksdiktkonsbezirk des Justizsenats zu Ehrenbreitstein
bildet, auf der rechten Rheknsekte, ungefähr zwischen den
Mündungen der Lahn und der Sieg in dm Rhein, dann
aufwärts zum Wcsterwalde hin und in die Wetterau
hinein sich erstreckend, im Ganzen mit hundert und eini'
gen fünfzigtausend Einwohnern, hat mehr wie irgend ein
anderer Theil der preußischen Monarchie aus der Der«
gangenhcit seine Eigenthümlichkciten in Rechts- und Ge-
richts-Verfassung behalten; Eigenthümlichkeitcn, — (außer
dem im allgemeinen dort geltenden gemeindeutschen
Rechte) die oft dem Fremden, der eben erst hkngckommen
ist, um gleich frischweg Recht und Gericht zu halten,
oder um zu urtheilcn über den Werth der vorgeftmdcnen
Einrichtungen, zu welchen der sonstige allgemeine Maaß-
•) Wir weihen der vorliegenden altehrwürdigen Ruine alle
mögliche Achtung, und bei der künftigen Prüfung, wie sie
mit einer neuen Gesetzgebung zu vereinigen, mag man an
MonteSquieu's schönes Wort:
Les idees d’uniformile touclient les granda
esprits, mais frappent. Ics petits,
denken. Allein die Verbesserung der Ostrheinischen Pro.
zeßordnungen darf durch solche Erörterungen nicht auf.
gehalten werden, worin gewiß auch der Herr Verfasser,
mit unS einverstanden ist.
Di\ Sommer.
34

XII. Jahr«. 4* Hctl.

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