Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 12 (1847))

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trügen; es bleibt ihm - das Recht ihn zu bebauenund
für diesen Bauplatz die gesetzmäßige Entfernung für''
Licht und Aussicht von 3 Werkschuh zu verlangen. Die
Vorschrift-des §. 139.' kann daher niemals berechtigen,'
die i» §. l40. angegebene Linke zu überschreiten, sondern
nur diese Linke noch mehr beschränken, wenn das'vor-
handene Gebäude entweder unmittelbar auf' der Grenze.,
oder derselben näher, als 1% Fuß steht.
Es kommt mithin zur Entscheidung des Rechtsstreits
nach den bei der Nichtigkeitsbeschwerde entwickelten Grund» -
sätzen lediglich darauf an: 'ob der Verklagte'seiü Dach-
gesimse'dergestalt angelegt hat, daß es nichtig Werk»'
schuh von der Grenze' entfernt ist. Dies hat er in erster -
Instanz unbedingt zugestanden. Er gibt nämlich an:.
die Entfernung der beiderseitigen Häuser von'der
-Grenze ist zwar im Ganzen gleich, hat aber nicht
- auf jedem Punkte' gleiche Distanz, weil-beidei-Häuser-
- rechtwinkelkg erbaut worden, indessen die gemelnschaftlichö
- Grenze« ihrer' Besitzungen nicht rechtwitikelig ist, son-
dern an der Chaussee die Entfernung auf klägerischer
Seite 40 Zoll auf der Verklagtischcn !'24 Zoll- da-
hingegen in den beiderseitigen- Gärten- die Entfernung
auf klägerischer Seite - 24,- und auf -verklagtischer
- Sekte-auf 40 Zoll sich darstellt. - - '
Hiermit stimmen die Angaben des Klägers im Äp-
pellalionsbcricht überein, nur daß er an der Hintcrfroute
statt 40 und 24 Zoll, 39'/- und 25'/, Zoll augkebt.
Hierauf kommt es aber nicht an, da das Haus des
Verklagten nur an der Vorderfronte — an der Chaussee
der Grenze nahe tritt, wie anS der von ihm selbst über-

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