Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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2) bif Ansicht des König!. Land, «nd,Stadtgerichts
zu Essen stimmte mit der des Köiiigl. Geh, Ober,
Tribunals in dem. wesentlichem. Umstande überein,
daß nach der Meinung beider Gerichtshöfe die
§§. 139 und 140. bestimmten Entfernungen von
den Gebäuden in ihrer ganzen Höhenausdehnung zu
verstehen, sind. 3) Das Land, und Stadtgericht zu
Essen har aber zugleich angenommen, daß die in
§. 140. bestimmte Entfernung, welche nach §. 191.
Thl. 1. Tit,..8. der..,Abänderung durch Privat»
autonomie unterworfen, .ist,' auch dadurch abgeändert
werden könne ^ wenn von den Besitzern. zweier be»
nachbarten Grundstücke, auf welchen noch kein
Gebäude vorhanden, der zuerst Bauende mit' seinem
Gebäude um mehr als 1'/, Wcrkschuhe von der
Grenze zurücktrete. Alsdann sei es dem Nachbar
erlaubt, auch den Raum innerhalb 1 '/2 Werkschuhen
von der Grenze mit seinem später errichteten Ge,
bäude insofern zu überschreiten, als nur die §, 139
Thl. I. Zit. 8. bestimmte Entfernung frei bliebe.
Den Raum, um welchen daü bereits vorhandene
Gebäude von der Grenze zurücktrete, könne man
nickt einen unbebauten Platz nennen, vielmehr
sei unter dieser Benennung nach dem Sprachgebrauch«
nur. ein Grundstück, zu verstehen, aus welchem gar
keine Bauanlage, vorhanden sei. ■,
a) cf. L. 12. § 2. Cod. VIII 10.’ „incipientur a
superposita fundamentis aedificii parte, eadenirjue
observatione perseverante ad summum' us-
que altitudinis culmen.“ .

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