Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

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Sodann wurden noch Bestimmungen getroffen, wie
das Vorbehalten« Vermögen und zu welchen Annahme
preisen es künftig verthcilt werden solle.
Die Wittwe Welle blieb nun bei ihrem Sohne
Anton wohnen, welcher mit den Eheleuten Kemna die
Handlung «ntcr der Firma: Welle et Kemna fort-
setzte. Die Geschäfte derselben gingen schlecht, welches
Veranlassung wurde, daß die Wittwe Welle in den
Jahren 1830 Und 1831 Tarlehne zu 1000 Thlr.
aufnahm, das Geld aber zur Verwendung in die Hand-
lung hergab.
Die Mkterben forderten von dem Kurator der
Masse Welle et Kemna die Konferirung dieser
Summe und, wenn diese gegen die Masse wegen bereits
rechtskräftiger Präkluston der unbekannten Gläubiger
nicht mehr verfolgt werden könne, die Kompensation bis
zu 1000 Thlr. gegen den Erbanthcil der Konkursmasse.
In der zweiten Rücksicht wurde besonders angeführt, daß
die Erbmasse ipso jure an die Stelle der mit den
1000 Thlrn. befriedigten Handclsgläubkger getreten und
bei der nach dem Tode der Wittwe Georg Welle
eingetrctcncn Konkurseröffnung, .daher die Kompensation
zwischen dieser Handlungsschuld und der Forderung an
die Erbmasse bereits eingetreten sek.
Der Konkurs-Kurator bestritt beide Ansprüche, weil
die Summe der 1000 Thlr. als geschenkt anzunrhme»
und weil sie zum eigenen Unterhalte der Wittwe Welle
verwendet sek.
In seinem Erkenntnisse de 15. Mai 1843 wies
das Land - und Stadtgericht iu Rheine den Anspruch

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