Full text: Volume (Jg. 12 (1847))

sich, daß eS so lange pro filio legitimo gehalten,
bis das Gcgentheil erwiesen wird. -Ei» spurius hin«
gegen qm riulla praesumtione munitus est,
muß feine Filiation beweisen. Dieser Beweis aber setzt
voraus, daß die Mutter kein prostibulum gewesen
sei, »cif man sonst den Vater unmöglich wissen und
folglich unter vielen slupratoribu«, welche geständiger
oder erweislicher Maaßen mit der Mutter in Uupflich-
ten zu schaffen gehabt haben, keinen pro patre dekla-
riren kann, man müßte dann die seltsame Meinung
anuehmen, daß sie alle zusammen das Kind alimentiren
müßte«, wie solches ohne Grund, bloß ob favorem
alimentorum Brnnnemann t^ornrn. ad I,. 5,
D. de agnosc. et alend. lib. No. 20. dafür hal-
ten will
Lchscr in den Supplementen zum Spezimen 14. de
favore qui praegnantibus et puerperis vulgo
tribuitur,-führt rin Responsum der Wittenberger Fa-
kultät von 1735 nit, worin es heißt: Obgleich Pöppel
mit der Sauer steinin conrtisirt zu haben eingestanden,
auch sich freiwillig einer Strafe untcrivorfcn, also, daß
er sich fleischlich mit ihr vermischet wohl kein Zweifel
ist, diescmnach es das Ansehen gewinnet, ob sei er,
wenngleich die Sanersteini'n auch mit Andern zu thun
gehabt hätte, dennoch vor den Vater, wovor ihn das
Weibsbild angibt, zu achten, folglich das Kind entweder
allein oder nach Brunneinann's Meinung zugleich
mit den übrigen Stupratoribus zu ernähren verbnndcit.
Alldieweil aber nach der medicorum und Naturknn-
digcr Urtel eine Frau eigentlich nicht wissen kann, zu

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